Ein- und Durchschlafen

Einen ausgewogenen Schlafrythmus erlernen Babys in ihren ersten Lebensmonaten. Von einem sogenannten Tag-Nacht-Rhythmus, wie es bei Erwachsenen der Fall ist, kann man aber noch nicht sprechen, da ein Baby zu Beginn mehrere Schlafphasen hat, die dann immer kürzer werden, sobald sich die Phasen, in denen es wach ist, verlängern. Im Durchschnitt schläft ein Neugeborenes übrigens zwischen 16 und 20 Stunden am Tag. Im Säuglingsalter reduziert sich der Schlaf nach und nach dann auf ungefähr 12 bis 14 Stunden.

Schlafrythmus erlernen

Im Neugeborenenalter, also in den ersten vier Wochen, schlafen Babys meist sehr unregelmäßig und viel. Die darauffolgenden Monate nutzt das Baby dann, um aktiver zu werden und an der Umwelt Interesse zu zeigen. Dadurch schläft es automatisch weniger. Meistens sind es ab dem sechsten Lebensmonat nur noch eine lange und zwei etwas kurze Schlafphasen, statt wie zuvor beispielsweise fünf kurze Schlafphasen. Weicht es von der eben genannten Anzahl ab, ist dies natürlich kein Problem. Schließlich sind wir alle verschieden und somit ist auch nicht jedes Baby gleich. Wer jedoch gerne jetzt schon einen geregelten Tagesablauf haben möchte, in dem der Schlaf ein fester Bestandteil ist, der kann seinem Baby beim Erlernen des Schlafrythmuses unterstützend zur Seite stehen. Ab dem sechsten Lebensmonat kann damit begonnen werden die letzte Mahlzeit zwischen 20 und 24 Uhr einzuführen. Die Uhrzeit kann aber auch eine andere sein. Danach sollte dann ein festes Ritual folgen. Das könnte dann zum Beispiel so aussehen: Stillen/ Milchflasche geben, Wickeln mit Baby-Massage, Zähne putzen, Bilderbuch anschauen oder vorlesen und einschlafen. Hierbei ist es jedoch wichtig zu erwähnen, dass das Einschlafen sehr wahrscheinlich nicht von Anfang an funktioniert. Das Baby wird dies erst in den folgenden beiden Monaten langsam erlernen. Habt viel Geduld und gebt euch Zeit. Das Ritual wird dabei helfen. Um bei den weiteren Schlafphasen ebenfalls eine Regelmäßigkeit zu erreichen ist es von Vorteil auch hier ein Ritual zu haben. Die Schlafdauer sollte das Baby in den meisten Fällen dann selbst bestimmen. Erst um den ersten Geburtstag herum wird es mit einem langen nächtlichen Schlaf und einem kurzen Mittagsschlaf auskommen.

Schlaf-Optimierung

Babys schlafen am liebsten in der sogenannten Rückenlage. Das ist auch gut so, da es in dieser Position ideal atmen kann. Am besten ist es, wenn der Raum, in dem geschlafen wird, eine Zimmertemperatur von 16 bis 18° Grad hat. Es sollte auch keine Zugluft vorhanden und eine Nichtraucher Zone sein. Das ist aber bestimmt selbstverständlich. Das Kind sollte dann bei der eben erwähnten Temperaturempfehlung Socken, einen Langarmbody, einen Schlafanzug mit langen Ärmeln und einen Schlafsack tragen. Ist dies nicht möglich ist folgendes zu empfehlen: zwischen 18 und 19° Grad Celsius trägt es am besten einen Langarmbody, dazu einen Schlafanzug mit langen Ärmeln und einen Schlafsack. Zwischen 20 und 21° Grad Celsius braucht es nur noch einen Kurzarmbody, einen Schlafanzug mit langen Ärmeln und einen Schlafsack. Bei 22 bis 23° Grad Celsius reicht ein Schlafanzug mit langen Ärmeln und ein Schlafsack. Zwischen 24 und 25° Grad Celsius ist dann nur noch ein Kurzarmbody mit Schlafsack empfehlenswert. Bei 26° Grad Celsius reicht meist der Kurzarmbody aus und bei über 27° Grad Celsius kann man das Baby in Windeln schlafen lassen. Allerdings ist es so, dass jedes Kind anders ist und daher können auch manche Babys trotz dieser Empfehlungen schwitzen oder frieren. Daher ist es ratsam den Nacken zu überprüfen. Dieser sollte warm und dabei trocken sein. Es sollte kein Kissen und auch keine Decke haben. Sogar Schnuffeltücher und Kuscheltiere haben hier am Anfang nichts zu suchen. Während des Schlafes sollte das Baby keine Mütze tragen, da es über den Kopf die Temperatur regelt. Wie bei einem Erwachsenen auch. Beruhigende Musik oder Meeresrauschen können auch beim Einschlafen helfen, da das Baby durch die leisen Klänge ruhiger wird. Die Matratze sollte möglichst fest und schadstofffrei sein. Im Idealfall steht das Babybett mit im Elternschlafzimmer. So ist es jederzeit erreichbar und das Baby fühlt sich nicht so schnell allein gelassen. Eine Lösungsvariante ist hierfür das sogenannte Beistellbett. Dies kann am Elternbett montiert werden. Dadurch hat das Baby sein eigenes Bett und gleichzeitig ist es nah bei seinen Eltern, die ihm Sicherheit und Geborgenheit bieten. Der Vorteil gegenüber einem normalen Babybett, ist, dass das Baby seine Eltern sehen kann, da es auf einer Höhe mit ihnen liegt und keine Barriere der Sicht existiert. Somit kann das Baby sehen, dass es nicht allein ist.

Eine ruhige Nacht

Das ist ein Wunsch oder Traum von vielen Eltern. Er bleibt oftmals unerfüllt. Doch das muss eigentlich nicht sein. Wenn ein paar Tipps beachtet werden, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die ruhige Nacht zur Realität wird. Fassen wir zunächst die Tipps zusammen, die wir bis jetzt erfahren haben:

  • Letzte Mahlzeit zu einem bestimmten Zeitpunkt (zum Beispiel zwischen 20 und 24 Uhr) dabei sollte darauf geachtet werden, dass es satt wird
  • Festes Ritual nach der letzten Mahlzeit als Einschlaf-Routine (zum Beispiel Wickeln mit Baby-Massage, Zähne putzen, Bilderbuch anschauen oder vorlesen und dann einschlafen)
  • Rückenlage als Schlafposition
  • Zimmertemperatur sollte zwischen 16 und 18° Grad Celsius liegen. Dabei sollte das Kind ein paar Socken, einen Langarmbody, einen Schlafanzug mit langen Ärmeln und einen Schlafsack tragen. Ist dies nicht möglich ist folgendes zu empfehlen: zwischen 18 und 19° Grad Celsius trägt es am besten einen Langarmbody, dazu einen Schlafanzug mit langen Ärmeln und einen Schlafsack. Zwischen 20 und 21° Grad Celsius braucht es nur noch einen Kurzarmbody, einen Schlafanzug mit langen Ärmeln und einen Schlafsack. Bei 22 bis 23° Grad Celsius reicht ein Schlafanzug mit langen Ärmeln und ein Schlafsack. Zwischen 24 und 25° Grad Celsius ist dann nur noch ein Kurzarmbody mit Schlafsack empfehlenswert. Bei 26° Grad Celsius reicht meist der Kurzarmbody aus und bei über 27° Grad Celsius kann man das Baby in Windeln schlafen lassen. Allerdings ist es so, dass jedes Kind anders ist und daher können auch manche Babys trotz dieser Empfehlungen schwitzen oder frieren. Daher ist es ratsam den Nacken zu überprüfen. Dieser sollte warm und dabei trocken sein.
  • Keine Zugluft im Schlafraum und ein Nichtraucher-Raum
  • Nur einen Schlafsack und es sollte kein Kissen, keine Decke, kein Schnuffeltuch und kein Kuscheltier darin liegen
  • Keine Mütze beim Schlafen tragen
  • Leise Musik oder Meeresrauschen
  • Matratze sollte möglichst fest und schadstofffrei sein
  • Babybett steht am besten im Elternschlafzimmer (zum Beispiel ist ein sogenanntes Beistellbett möglich)

Dass Babys in der Nacht aufwachen ist nichts ungewöhnliches. Auch wir Erwachsene schlafen meist nicht konstant durch. Es ist völlig in Ordnung und auch normal, dass wir Wachphasen haben. Schließlich haben wir ja auch ein paar Tiefschlafphasen. Wenn das Baby also in der Nacht öfter wach wird, muss man sich keine Sorgen um das Schlafverhalten machen. Am besten schläft das Baby in seinem Bett ein und nicht beispielsweise auf dem Arm. Wenn es aufwacht und die gleiche Umgebung erkennt, wie beim Einschlafen ist es beruhigt und schläft weiter. Dies gilt auch dafür, wenn beim Einschlafen Musik an war oder sich unterhalten wurde. Fehlt plötzlich dieser Faktor, kann es dazu führen, dass das Baby verunsichert wird und dadurch nicht in den Schlaf zurück findet. Daraus leitet sich folgender Tipp ab:

  • Unveränderte Umgebung

Abschließend sollte noch erwähnt werden, dass es jeder Familie selbst überlassen ist, wie sie ihr Einschlafritual abhält und welche Methoden genutzt werden. Es ist auch möglich, dass das Baby beispielsweise den Schlafrythmus vor gibt und nicht andersrum. Wichtig ist nur, dass es sich für die Familie richtig anfühlt. Hier gibt es nur Tipps, die zur Verfügung stehen. Es sind keine Patentrezepte oder Vorschreibungen.

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