Schwangerschafts-Interview

Eigentlich ist es nicht nur einfach irgendein gewöhnliches Schwangerschafts-Interview, sondern ein sehr umfangreicher Beitrag mit vielen kleineren Interviews. Ich fand es spannend verschiedene Sichtweisen kennenzulernen und bin jedem, der daran teilgenommen hat, sehr dankbar. Ich hoffe, dass ihr genauso viel aus den unterschiedlichen Erfahrungen und Meinungen mitnehmen könnt. Es kann eine große Bereicherung sein. Für mich war es das definitiv. Unter anderem geht es in den Fragen um die Namenssuche, Geburtspläne, „Must Haves“ und kurze Erfahrungsberichte. Nun könnt ihr hier die Interviews von folgenden Personen lesen:

  1. Erstlingseltern Philip und Marie
  2. 2-fach Mama Franziska
  3. 2-fach Papa Marc
  4. Zwillingseltern Stefanie und Florian
  5. Geschwisterkind Sophia
  6. Großeltern Christine und Günther
  7. Frauenärztin (Anonym)

In welcher Schwangerschaftswoche habt ihr erfahren, dass ein kleines Wunder im Bauch wohnt und was habt ihr dabei gedacht?

Marie: Als wir herausgefunden haben, dass wir Eltern werden, war ich in der 6. Schwangerschaftswoche. Ich war am Anfang fast schon geschockt, da ich damit überhaupt nicht gerechnet habe. Es hat sich aber schnell wie ein Weihnachts- und Geburtstagsgeschenk zusammen angefühlt. Ich bin sehr dankbar, dass wir einen kleinen Bauchbewohner haben. Ich nenne unser kleines Wunder auch gerne „Schmetterling“, da es sich so anfühlt, als wäre man den ganzen Tag total verliebt und es würden Schmetterlinge im Bauch herumfliegen. Einfach unbeschreiblich schön.

Philip: Ich weiß noch ganz genau, dass ich den Schwangerschaftstet in einer Apotheke gekauft habe und du ihn am nächsten Tag, das war Dienstag, der 30.10.2018, ganz früh am Morgen gemacht hast. Als du mich geweckt hast und mir das positive Ergebnis gezeigt hast habe ich mich trotz totaler Müdigkeit direkt gefreut. Papa zu werden ist ein unbeschreibliches Gefühl. Als du dann einen Tag später mit dem ersten Ultraschallbild von der Frauenärztin wieder gekommen bist war ich richtig stolz auf dieses kleine Wunder.

Wie habt Ihr es der Familie und den Freunden mitgeteilt?

Marie: Meinen Eltern und Brüdern haben wir es am Mittwochabend, nachdem ich bei der Frauenärztin war, erzählt, da ich fast geplatzt bin und nicht länger warten konnte. Meine Familie ist mir sehr wichtig und deshalb wollte ich sie von Anfang an mit einbeziehen. Ich habe ganz aufgeregt gesagt, dass ich bei der Frauenärztin war und festgestellt wurde, dass ich schwanger bin. Mein Papa hat mich dann unterbrochen und folgendes gesagt: „Dann erstmal herzlichen Glückwunsch.“ Ich bin meinem Papa für diesen Satz sehr dankbar. Es hat mir richtig gut getan und den Druck genommen. Schließlich wusste ich bis dahin nicht, wie die Reaktionen ausfallen, da Philip und ich zu dem Zeitpunkt noch in der Ausbildung waren und keiner mit einer solchen Nachricht gerechnet hat. Nun sind wir zum Geburtstermin allerdings beide fertig und somit auch entspannt, da alles gut funktioniert. Meine Brüder hatten ein stolzes Grinsen in ihren Gesichtern. Zum Zeitpunkt der Geburt werden sie dann 19 und 17 Jahre alt sein. So jung Onkel zu werden ist schon irgendwie etwas besonderes. Meine Eltern sind zum Zeitpunkt der Geburt dann übrigens ebenfalls noch sehr jung. Meine Mama ist 46 Jahre alt und mein Papa wird dann 53 Jahre alt sein. Oder eher Jahre jung? Während des Gesprächs hat meine Mama übrigens erst nichts gesagt und einen kompletten Topflappen innerhalb von 10 Minuten fertig gehäkelt. Das war eine absolute Rekordzeit. Nachdem sie dann einen fertigen Topflappen in der Hand hielt sagte sie: „Das wird schon. Wir schaffen das.“ In einer Großfamilie, wie wir es sind, erlebt man nämlich alles gemeinsam. Sobald unser kleines Wunder auf der Welt ist werden wir vier Generationen auf einem Hof sein. Meine Großeltern mütterlicher Seits wohnen uns gegenüber und wir ziehen dort in die oberste Wohnung. Auf dem Hof und auf zwei Häuser verteilt, leben dann meine Großeltern mütterlicher Seits, meine Eltern, meine Brüder, Philip, das kleine Wunder und ich. Apropos Großeltern. Die Reaktion meines Opas war sehr rührend. Wir haben ihnen in der 7. Schwangerschaftswoche das Ultraschallbild gezeigt. Meine Oma hat sich riesig gefreut und mein Opa hatte Tränen in den Augen und ein seeliges Lächeln im Gesicht. Urgroßvater zu werden ist für ihn etwas ganz besonderes. Auch meine Großeltern väterlicher Seits haben sich sehr gefreut, als wir in der 8. Schwangerschaftswoche beim Abendessen ganz feierlich das Ultraschallbild zeigten. In der 12. Woche habe ich dann meiner Godi, das ist meine Patentante, und meinem Onkel, der ihr Mann ist, das Ultraschallbild per WhatsApp geschickt. Mein Onkel hat mir freudig zurück geschrieben und meine Tante mich vor Freude kreischend auf dem Handy angerufen, um zu gratulieren. Das war so laut, dass Philip sich beim Kochen erschreckt hat. Mein Cousin, ihr Sohn, hat dann gesagt: „Dann bin ich nicht mehr der Jüngste!“ Mit fast 13 möchte man ja schließlich auch kein Küken mehr sein. Die Schwester meines Vaters und ihrer Familie, also Tante, Onkel, Cousin und Cousine, bekamen es dann an Weihnachten, als ich in der 14. Schwangerschaftswoche war, erzählt. Auch hier war alles sehr positiv.

Philip: Unsere besten Freunde haben es alle sehr zeitnah erfahren. Anna und Kai, die zukünftigen Paten, waren sogar dabei, als der zweite Schwangerschaftstest gemacht wurde. Mein bester Kumpel Niklas, der auch ein Patenonkel wird, hat es über WhatsApp erfahren und erst gefragt, ob ich ihn verarsche. Als er es dann verstanden hat, wurde uns gratuliert. Anni, eine gute Freundin von Marie und ebenfalls zukünftige Patentante, hat es ebenfalls über WhatsApp geschrieben bekommen und hat sich sehr gefreut. Alle Anderen haben es nach und nach erzählt bekommen, wenn wir uns mit ihnen getroffen haben. Sie haben ebenfalls alle sehr freudig reagiert.

Wisst Ihr schon ob Euer kleines Wunder ein Junge oder Mädchen wird?

Marie: Nein leider nicht. Da ist unser kleiner Schmetterling sehr geheimnisvoll. Man hätte es theoretisch schon an drei Terminen sehen können. Aber nein… Es legt sich natürlich in die hinterste Ecke und positioniert alles so, dass man bloß nichts sehen kann. Sogar die Nabelschnur wird in den Weg gelegt. Aber selbst wenn wir es beim nächsten Ultraschall sehen können, werden wir es trotzdem nicht wissen, da wir es erst an der Babyparty erfahren dürfen. Das hat Anna, eine der Paten so beschlossen. Wir werden dort einen Karton öffnen, aus dem dann blaue oder rosane Luftballons zum Vorschein kommen und hoch zur Decke des Saals steigen. Ich bin total aufgeregt. Mir ist es zwar egal was es wird und ich freue mich über beides, aber ich möchte trotzdem wissen was es wird, dann erhält das kleine Wunder endlich einen richtigen Namen und heißt nicht mehr Schmetterling.

Philip: Da die Frauenärztin beim letzten Ultraschall schneller war, als du „Stopp“ sagen konntest, wissen wir aber nun, dass es zu 80% ein Mädchen ist. Also wenn es dabei bleibt kommen dann ja rosa Luftballons. Aber das weiß man nunmal nicht.

Habt ihr schon ein paar Namen, die euch gefallen? Wenn ja, wie habt ihr sie gefunden?

Marie: Wir haben schon ein paar Namen rausgesucht. Mir war besonders wichtig Namen zu finden, die ich mit keinem anderen Kind verbinde. Sei es positiv oder negativ. Dadurch, dass ich beruflich und privat viel mit Kindern zu tun habe, sind auch schon viele Namen besetzt. Das hat die Suche nicht gerade einfacher gemacht.

Philip: Ein Name ist durch einen Schreibfehler auf WhatsApp zustande gekommen. Ich habe ihn quasi erfunden. Die anderen Namen hat eher Marie auf verschiedenen Internetseiten für Vornamen entdeckt. Mir würden auch altmodische, beziehungsweise „normale“ Namen gefallen. Ich kann aber auch verstehen, dass Marie anderer Meinung ist.

Habt ihr eine Schwangerschaftsapp, die ihr nutzt? Wie kam es zu der Entscheidung? Und nutzt ihr auch Bücher oder andere Informationsquellen?

Marie: Ja, wir, beziehungsweise ich, nutze eine Schwangerschaftsapp, um auf dem neusten Stand zu sein. Ich finde es spannend und interessant zu sehen, was ein ungeborenes Kind schon alles lernt und dadurch später bereits kann, wenn es auf der Welt ist. Lustig finde ich die Idee dieser App Vergleiche mit Obst und Gemüse zu ziehen, die die Größe und das Gewicht repräsentieren. Man kann auch Aufgaben und Termine hinzufügen, das Gewicht dokumentieren, einen Geburtsplan erstellen und sehen, wieviele Tage man schon Schwanger ist. Zusätzlich lese ich auch zahlreiche Schwangerschaftsbücher oder stelle Fragen an meine Eltern und Großeltern.

Philip: Ich habe einen Papa-Pass geschenkt bekommen, den ich mir durchgelesen habe und auch sehr interessant fand. Natürlich war er eher lustig gestaltet und man hat dort auch Seiten für die Geburt, auf denen man Kreuzworträtsel lösen kann. Ob ich dazu kommen werde ist dann die andere Frage…

Was sind eure „Must Haves“ für die Schwangerschaft?

Philip: Marie ist natürlich mein absolutes Must Have.

Marie: Philip zählt auch zu meinen Must Haves dazu, da er mich nicht nur seelisch unterstützt, sondern auch besser als jedes Stillkissen ist. Ich habe zwar eins, aber irgendwie ist die Höhe von Philips Bein ideal, wenn ich auf der Seite liege und mein Bein etwas höher lagern möchte. Da kann das Stillkissen absolut nicht mithalten. Wen ich auch brauche ist mein gesamtes Umfeld, die mich positiv unterstützen. Und natürlich meine Hebamme und Frauenärztin. Was ich auch nicht in der Aufzählung vergessen darf ist: Döner. Ich habe zwar keinen Heißhunger darauf, aber wenn ich nicht weiß was ich essen soll, ist er schon eine große Hilfe.

Was geht euch durch den Kopf, wenn ihr an die Geburt denkt?

Marie: Dabei habe ich gemischte Gefühle, da ich absolut keine Ahnung habe, was auf mich zukommt. Beziehungsweise wenig darüber weiß und auch vieles auf mich zukommen lassen muss. Schließlich ist jede Geburt individuell.

Philip: Ohje. Ich habe keine Ahnung was mich alles erwartet und ich hab Angst davor, dass ich umkippe. Spannung… Ich möchte endlich mit dem Baby kuscheln! Darauf freue ich mich am meisten. Aber bis dahin wird es noch einige Zeit dauern.

Habt ihr einen Geburtsplan?

Marie: Nein noch nicht. Aber ich habe mich bereits darüber informiert und schon beschlossen nicht zu viel zu planen.

Philip: Es kommt, wies kommt. Oder wie deine Mutter immer sagt: „Mutter denkt, Kind lenkt.“ Im Endeffekt können wir so viel planen, wie wir wollen und dann kommt Es doch ganz anders.

Wie findet ihr eure Hebamme?

Marie: Ich finde sie super! Und das Lustige ist, dass sie mich damals entbunden und meine Mama durch drei Schwangerschaften begleitet hat. Sie ist somit in der zweiten Generation bei uns aktiv dabei. Philip wird sie erst noch kennenlernen. Ich bin mir aber sicher, dass er sie auch mögen wird. Sie ist wirklich toll und geht auf jedes Bedürfnis ein.

Philip: Ich kenn sie wie gesagt nicht, aber sie wird bestimmt toll sein, wenn Marie das sagt.

Habt ihr noch etwas, dass ihr anderen gerne weitergeben und mitteilen möchtet?

Marie: Da jede Schwangerschaft anders verläuft, sollte auch jeder für sich entscheiden, was er oder sie braucht. Was ich aber definitiv empfehlen kann ist eine funktionierende KOMMUNIKATION in jeglicher Hinsicht.

Philip: Es ist die aufregendste Zeit, die man haben kann. Es ist besser als Weihnachten! Genießt die Zeit.

In welcher Schwangerschaftswoche hast du erfahren, dass ein kleines Wunder in deinem Bauch wohnt und was hast du dabei gedacht?

Also eigentlich war unser zweites Kind geplant und so war wenig Platz für den Zufall. Gespürt, dass ich schwanger bin, habe ich als ich ES +10 war. Ich habe mich unglaublich „voll“ gefühlt, war schneller erschöpft und gereizt. Als ich ES + 12 war, habe ich einen ganz einfachen Schwangerschaftstest gemacht und der war *trommelwirbel bitte* Positiv! Offiziell bestätigt bekommen haben wir die Schwangerschaft dann in der 6. Schwangerschaftswoche von meinem Frauenarzt. Meine ersten Gedanken waren dann um ehrlich zu sein: „Wow, sind wir gut!“ (lacht) direkt beim ersten Versuch hat es geklappt. Da war kein langes hibbeln und ersehnen der Schwangerschaft. Sie war prompt da. Die nachfolgenden Gedanken waren dann bei den ganzen organisatorischen Dingen, die nun anstanden. Wohnungssuche, da wir nun noch ein Zimmer mehr brauchen, Papierkram der zu erledigen ist und natürlich – wann sagen wir es Zac, unserem Sohn.

Wie hast du es deinem Partner und deinem Sohn Zac mitgeteilt und wie haben sie reagiert?

Da wir das Kind geplant hatten und generell immer über alles sprechen, war klar, dass ich keine „Überraschung“ aus der Schwangerschaft machen werde. Dazu war Tobias viel zu involviert. Wir gingen gemeinsam zu einer Apotheke und kauften einen Test. Am nächsten Morgen machte ich ihn dann auch und er war leider ungültig. Nachdem wir uns geärgert haben, dass der teure test aus der Apotheke versagt hatte, kauften wir einen ganz einfach und billigen Test. Den machte ich wieder einen Tag später. Tobias war an dem Tag auch zu Hause und wir fieberten gemeinsam dem Ergebnis entgegen. Es zeichnete sich eine hauchzarte Linie ab und ich konnte es kaum glauben. Wirklich nicht. Tobias Aufgabe war es zu schauen, ob da nun eine Linie ist oder ob ich mir das einbildete. Erst wussten wir beide nicht so recht und waren kurz davor zu sagen wir warten noch ein paar Tage aber nach wenigen Sekunden ,wurde die Linie immer deutlicher. Wir hielten die freudige Botschaft also gemeinsam in den Händen. Wir haben es gleichzeitig erfahren. Zac haben wir es recht früh gesagt. Eigentlich kurz nach dem Test. Ich bin immer etwas vorsichtig mit dem hochheben von ihm. Er ist zwar noch KLEIN, aber immerhin ein 12 kg schweres Kleinkind. Er war zu dem Zeitpunkt in einer Phase, in der er immer getragen werden wollte. Da habe ich Zac ERKLÄRT, dass Mama nun ein Baby im Bauch hat und ihn nicht mehr heben kann, weil er ein großer Junge geworden ist. Ich habe mich dann einfach immer zu ihm herunter gesetzt, wenn er Trost oder Nähe brauchte. Er hat das wunderbar angenommen. Bestimmt auch, weil wir das Thema Baby schon vorher mit Büchern aufgegriffen haben. Getragen wird er nun immer vom Papa. Dafür, dass er so jung ist, ist er wirklich liebevoll mit dem Babybauch und so vorsichtig.

Wie habt Ihr es der Familie und den Freunden mitgeteilt?

Ich bin eine recht sorglose Mama würde ich sagen. Ich halte nicht viel von Aberglauben und irgendwelchen Beschränkungen, die mir sagen ich solle erst ab dem dritten Monat mit der Schwangerschaft hausieren gehen. Ich trage mein Herz auf der Zunge und deshalb musste die frohe Botschaft einfach mit dem positiven Schwangerschaftstest raus. Es war mir völlig egal,dass mein Umfeld wusste, dass ich Schwanger bin, wenn es zu einer Fehlgeburt gekommen wäre. Niemand hätte mich verspottet. Sie hätten mich eher aufgefangen. So wie man das als anständiger Mensch eben tut. Also wurden ein paar Bilder des Tests mit den kurzen Worten: „Wir bekommen Verstärkung “ versendet. Die Reaktionen darauf waren allerdings nicht besonders toll. Mein bester Freund schrieb nur: „Cool“ und meine Schwiegermama schickte mir einen Smiley… Einige meiner Freundinnen, die selbst Kinder haben, haben mir dann aber doch auch ganz niedlich gratuliert. Das hat mich sehr berührt, denn ich hatte das Gefühl, dass sich niemand mit uns freuen würde. Eine besonders große Familie haben wir leider auch nicht. Tobias Freunde hingegen haben mächtig gratuliert und sich gefreut. Vielleicht aber auch, weil Tobias eine Party schmiss. Eine Geburtstagsnach-und ichwerdenochmalPapaFeier. Essen gab’s jedenfalls für lau.

Wisst Ihr schon ob Euer kleines Wunder ein Junge oder Mädchen wird?

Nein, dafür ist es noch etwas zu früh. Ich bin grad erst in Woche 13. Ich habe aber das starke Gefühl, dass es diesmal ein Mädel wird. Ich mache das aber nicht an Ammenmärchen fest. Dazu fehlt mir einfach der Vergleich. Ich denke, dass ich beim dritten Kind schon eher sagen könnte was es wird. Dann habe ich die Vergleichsmöglichkeiten. Mit absoluter Sicherheit kann ich derzeit aber nur sagen, dass ich auf mein Bauchgefühl höre. Ich „wusste“ irgendwie von Anfang an, dass es ein Mädchen wird. Es fühlt sich schon anders an als mit Zac damals aber da wir ja noch nicht wissen was es wird, kann ich nicht sagen ob es am Geschlecht des Babys liegt oder einfach daran,dass es sich um eine andere Schwangerschaft handelt. Wann man das Geschlecht dann gut erkennen kann hängt von einigen Faktoren ab. Wie gut sind die Geräte vom Frauenarzt, wie beleibt ist die Schwangere und wie mag sich das Baby zeigen. Meistens ist das Geschlecht um die 20. Schwangerschaftswoche erkennbar. Frauenärzte dürfen laut Gesetz auch erst ab der 14 Schwangerschaftswoche eine Vermutung abgeben.

Habt ihr schon ein paar Namen, die euch gefallen? Wenn ja, wie habt ihr sie gefunden?

Oh ja. Wir haben schon einen Namen für ein Mädchen. Für einen Jungen allerdings noch nicht. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es einer wird. Die Namen verraten wir allerdings nicht. Die Leute geben einfach zu allem ungefragt ihre Meinung ab und machen einem so selbst die schönsten Namen mies. Bei Zac haben wir ihn auch erst nach der Geburt bekannt gegeben. Was aber feststeht ist, dass es ein deutscher Name wird und er passt zu Zacharias. Gefunden haben wir ihn durch eine Namensapp. Die funktioniert wie folgt: Alles was dir gefällt bekommt ein Herz und alles andere wird weggewischt. Sicherlich hätte man den Namen auch so im Internet gefunden, denn ausgefallen ist er nicht. Obwohl die Namen heute ja alle ausgefallen sind. Vielleicht wird ein traditioneller Name dadurch wieder ausgefallen?! Zudem habe ich mir Listen im Internet durchgeschaut und die Namen, die mir gefielen, Tobias vorgelesen. Bei manchen hat er dann sogar ja gesagt.

Wenn wir gerade bei Apps sind: hast du eine Schwangerschaftsapp, die du nutzt? Wie kam es zu der Entscheidung?

Ja, ich habe eine App für die Schwangerschaft. Besonders bei meiner ersten Schwangerschaft war es für mich wichtig zu wissen was Tag für Tag mit dem Baby geschieht. Ich musste einfach ALLES wissen. Wann ist es wie groß? Wie schwer ist es gerade? Was kann es oder was hat es neu entwickelt? Damals habe ich für diese App sogar 2,99€ bezahlt. Ich habe noch nie Geld in eine App gesteckt und werde es auch nie mehr tun aber das war gut investiertes Geld und günstiger als ein ganzes Buch zu kaufen. Als ich dann wieder Schwanger wurde, habe ich mir diese App wieder heruntergeladen und musste dann natürlich nicht nochmal zahlen. Aber ich muss zugeben, dass ich dieses mal fast nur noch zum Wochenwechsel hineinschaue. Ich versuche eher in mich hinein zu hören und so in Verbindung mit dem Baby zu kommen.

Was sind deine „Must Haves“ für die Schwangerschaft?

Ich bin der Meinung, dass weniger mehr ist. Ich bin von allein Schwanger geworden. Ich muss mir nicht viel Schnickschnack kaufen. Wenn ich die Schwangerschaft über in meine normale Kleidung passe, werde ich mir nicht einmal Umstandskleidung kaufen. Falls es aber sein muss, kann ich einfache Leggins und Longshirts bzw elastische Kleider empfehlen. Das ist viel günstiger als sich neue Hosen UND Oberteile zu kaufen. Außerdem mag ich diese Outfits . Ansonsten ist mir ein Frauenarzt wichtig, dem ich vertraue und mein Mann der mich unterstützt wo es geht. Den ganzen Tag in der Schwangerschaft allein zu sein fände ich furchtbar. Mit Tobias zusammen kann ich Pausen machen, wann immer ich sie brauche. Das war besonders zu Beginn der Schwangerschaft sehr wichtig für mich. Etwas anderes brauche ich nicht.

Man hört ja, dass jede Schwangerschaft individuell verläuft. Du hast momentan den direkten Vergleich. Was sind die Unterschiede deiner beiden Schwangerschaften?

Oha. Ja, das stimmt. Ich hätte gar nicht gedacht, dass die Unterschiede so gravierend sein können, aber man lernt nie aus. Bei meiner ersten Schwangerschaft verlief alles irgendwie nebenbei. Klar musste ich die ersten paar Wochen darauf achten, dass immer etwas im Magen war, damit mir nicht übel wurde, aber das wars. Mir ging es gut. Ich machte meine Ausbildung vollzeit zu Ende, führte zwei Haushalte und plante das Zusammenziehen mit Tobias. Renoviert habe ich auch noch. Ich war voller Energie. Ach und was die Gelüste anging… Ich hatte wahnsinnig Lust auf salziges. Getoastetes Brot mit Käse und Zwiebeln, Gurkensalat, Pommes und Chips. Davon habe ich mich ernährt. Und von Apfelwasser. Bei der jetzigen Schwangerschaft ging es mir bis vor wenigen Tagen extrem schlecht. Ich bin jetzt, wie gesagt, in der 13 Schwangerschaftswoche. Ich musste mich andauernd übergeben, obwohl ich gegessen hatte. Mir war die ganze Zeit schlecht. Ich war nur müde und wirklich erschöpft. Dazu das Völlegefühl und Achtung unschön: Verstopfung. Damit hatte ich starke Schwierigkeiten, denn das kann ganz schön schmerzhaft sein. Alles in allem war ich ein Häufchen Elend zu Beginn meiner zweiten Schwangerschaft aft. Hätte ich Tobias nicht gehabt wäre hier Land unter. Er hat sich um Zac gekümmert, der ja immer noch zu hause ist, hat den Haushalt übernommen und mir Pausen eingeteilt, wenn ich zu stolz war, um sie mir selbst zu nehmen. Außerdem hat Tobias darauf geachtet, dass ich etwas esse, denn bei einer solchen Übelkeit vergeht einem schon mal alles. Dafür habe ich jetzt kaum Gelüste. Wenn mich doch mal etwas überkommt sind es immer süße Dinge. Hauptsache Zucker. An Chips kann ich jetzt ganz entspannt vorbei gehen. Manche darf Tobias mir aber auch nicht unter die Nase halten… Sonst wird mir wieder schlecht.

Jetzt werfen wir Mal einen kleinen Blick in die Zukunft: was geht dir durch den Kopf, wenn du an die Geburt denkst?

Dadurch das unsere erste Geburt wirklich schlimm war, haben wir uns entschieden eine Hausgeburt zu machen. Da gehen einem natürlich schon einige, besonders organisatorische Dinge, durch den Kopf. Allerdings freue ich mich sehr darauf. Es soll eine selbstbestimmte Geburt werden. Bei uns zu Hause. Zudem möchte ich die Geburt ganz ohne Schmerzmittel verbringen. Diese Geburt möchte ich als einen Abschied vom Schwangersein und der intensiven Verbindung vom Bauchzwerg zu mir sehen, aber auch als ein Willkommenheißen des geborenen neuen Familienmitgliedes. Alles soll ganz bewusst geschehen ohne Einwirkungen von außen. Tobias hat dabei eine sehr wichtige Rolle und einen aktiven platz bei der Geburt. Eventuell wird er das Baby auf die Welt holen.

Also habt ihr schon einen Geburtsplan?

So weit sind wir noch nicht. Der wird sich über die nächsten Wochen und Monate entwickeln. Wir hatten erst das erste Treffen mit unserer Hebamme und müssen noch viele Dinge durchsprechen. Außerdem kann man sich ein paar Vorsätze festhalten aber planen lässt sich eine Geburt eh nicht wirklich. 1. Es kommt immer anders und 2. Als man denkt

Ich würde mich freuen, wenn eure Wünsche für die Geburt in Erfüllung gehen. Ist die Hebamme beim zweiten Kind die gleiche, wie beim ersten?

Um Gottes Willen… Nein! Wir hatten mit unserer ersten Hebamme so schlechte Erfahrungen gemacht, dass ich beim zweiten Kind erst keine wollte. Sie war furchtbar. Sie war unzuverlässig, überhaupt nicht hilfreich und wirklich eher lästig. Sie nahm Tobias sogar beim ersten Baden den Kleinen aus dem Arm. Völlig zu unrecht. Sie hat unsere Familie nur gestört und wirkte eher so, als hätte sie keine Lust ihren Job zu machen. Als wir sie einmal um Hilfe baten, bekamen wir zu hören, dass sie ein eigenes Leben hätte… Wir haben sie dann schnell abbestellt und unser eigenes Ding gemacht. Unsere jetzige Hebamme ist eine Granate. Die hat was drauf und ist sehr lieb zu Tobias, Zac und mir.

Na dann freut es mich dass ihr jetzt die Richtige gefunden habt. Hast du noch etwas, dass du anderen gerne weitergeben und mitteilen möchtest?

Ich würde allen Schwangeren raten sich auf ihre Natur zu verlassen. Eine gesunde Frau bekommt gesunde Kinder. Legt nicht zu viel Wert auf Voruntersuchungen und Tests. Genießt die Schwangerschaft und bleibt in Gedanken immer positiv, dann wird schon alles glatt gehen.

Vielen Dank, dass du dir so viel Zeit genommen hast. Ich wünsche dir eine schöne Schwangerschaft und hoffe, dass all eure Familiewünsche in Erfüllung gehen.

Wie hast Du von der Schwangerschaft erfahren und was ist Dir dabei durch den Kopf gegangen?

Ein Geschwisterkind zu bekommen war, wie beim ersten Kind, eine bewusste Entscheidung. Damit, dass meine Frau nur wenige Wochen später bereits schwanger wird, haben wir allerdings nicht gerechnet. Als bei meiner Frau erstmals die Regel ausblieb, fuhr ich eines Abends noch, wegen Feiertag am darauffolgenden Tag, voller Hoffnung in die Apotheke, um einen Schwangerschaftstest zu besorgen. Das Ergebnis nicht abwarten könnend, machten wir am nächsten Morgen in aller Frühe gleich den Test – positiv! „Wir“ sind wieder schwanger! In diesem Moment schossen mir unzählige Gedanken durch den Kopf. Zunächst freute ich mich natürlich riesig darüber, dass ich schon bald wieder Papa werde und unser Sohn ein Geschwisterchen bekommt, das meine Frau und ich uns so sehr gewünscht hatten. Gleichzeitig freute ich mich schon jetzt auf die 12 Monate Elternzeit, die ich ab dem Tag der Geburt nehmen würde – dies war für meine Frau und mich bereits bei der Kinderplanung beschlossene Sache. Im übrigen auch schon bei unserem ersten Kind. Ich wollte es am liebsten am gleichen Tag noch der ganzen Welt erzählen! Dann so Gedanken wie: „Wird es ein Junge, wird es ein Mädchen?“ Hauptsache gesund, ist ja klar… Neben der Freude, hatte ich verrückter Weise gleichzeitig ein schlechtes Gewissen meinem Sohn gegenüber. Ist er doch aktuell unser einziger und alleiniger Star… Wie wird er auf das Geschwisterkind reagieren? Diesen Gedanken wusch ich allerdings schnell zur Seite, in der Überzeugung, in meinem Herzen genug Liebe für beide Kinder zu haben. Meine Frau und ich hielten uns auf der Badewanne sitzend glücklich in den Armen. Anschließend legten wir uns wieder eine Runde aufs Ohr und schliefen trotz der Aufregung vom Glück erschöpft erstmal wieder ein. Zum Frühstück gab es dann ein Glas Sekt zum Anstoßen. Alkoholfrei versteht sich…

Wenn wir schon bei so herzlichen Erzählungen sind: Wie habt Ihr es der Familie, eurem Sohn und den Freunden mitgeteilt und wie waren dort die Reaktionen?

Angefangen bei meinem Sohn. Schon in der frühen Schwangerschaft, da war er ca. 1½ Jahre alt, haben wir ihm gesagt, dass in Mamas Bauch ein Baby, nämlich seine Schwester, heranwächst. Auf die Frage, wie er es denn fände, bei uns zu Hause eine kleine Spielkameradin zu haben, reagierte er meist mit einem verlegenen Lächeln. Mit jedem Tag verstand er mehr, was da passiert. Wir kauften auch ein Kinderbuch, das sich mit der Geschwisterthematik befasst, um ihn dahingehend ein wenig vorbereiten zu können. Insgesamt haben meine Frau und ich das Thema jedoch recht locker gesehen und wollten es nicht allzu verkrampft angehen. Er fand es immer toll, Mamas Bauch zu streicheln, der von Woche zu Woche größer wurde. Manchmal zeigte er auf den Bauch und sagte „Baby, Baby…“. Als meine Frau und ich dann nach der Geburt aus dem Krankenhaus nach Hause fuhren, wartete unser Sohn zusammen mit Oma schon ganz gespannt auf sein Schwesterchen. Als wir die Treppe zu unserer Wohnung hochgingen, rief er schon laut „Baby“! In der Wohnung angekommen, bestaunte er mit großen Augen seine Schwester, die friedlich in ihrer Babyschale schlief. Nachdem unser Sohn unsere neue Mitbewohnerin zunächst mit etwas Abstand betrachtete, wollte er sie schließlich die ganze Zeit streicheln, knutschen und im Arm halten. Und das ist bis heute so… Den engsten Familienkreis haben wir noch am gleichen Tag, an dem wir den Schwangerschaftstest gemacht hatten, eingeweiht. Zu aufgeregt waren wir, um es zunächst für uns behalten zu können. Dazu hatten wir unserem Sohn einen in einem Umschlag einkuvertierten Zettel zur Übergabe an die Großeltern in die Hand gedrückt, auf dem draufstand: „Ich werde großer Bruder“. Man kann sich vorstellen, was anschließend los war. Eine schöne, zusätzliche Überraschung, war, dass mir am gleichen Tag eröffnet wurde, dass ich bald auch Onkel werde und meine kleine Nichte (wenn’s nach Plan läuft) im gleichen Monat geboren werden wird, wie meine Tochter. Und nochmal die Tassen hoch! Freunde, Bekannte, sowie mein Chef wurden etwas später eingeweiht. Meine Frau und ich wollten die ersten 12 Wochen der Schwangerschaft abwarten, da es heißt, diese Zeit sei die kritischste Phase, was das Heranwachsen des Embryos betrifft. Dieses wundervolle Ereignis so lange für sich behalten zu müssen, fühlte sich an, wie eine halbe Ewigkeit… Selbstredend gratulierten uns sodann allesamt herzlich und freuten sich mit uns. Naja, sagen wir mal außer meinem Chef. Mit meiner Übermittlung der neuen Botschaft ging er schließlich davon aus, dass ich schon bald wieder für ein Jahr in Elternzeit gehen würde, wie es bereits bei meinem Sohn der Fall war. Und er sollte so was von Recht behalten…

Wann hast Du herausgefunden, dass ein kleines Mädchen die Bauchbewohnerin ist?

Beim Ultraschalltermin in der 14. Schwangerschaftswoche tendierte „unser“ Frauenarzt bereits dazu, dass es ein Mädchen werden würde. Da gingen bei meiner Frau und mir natürlich direkt die Schwärmerei und das Kopfkino los. Wie toll das doch wäre, ein Geschwisterpärchen zu haben… Der Gedanke, dass unser Sohn einen „Bro“ bekommen könnte, gefiel uns aber grundsätzlich genauso gut. Dass es das Wichtigste ist, dass das Neugeborene gesund sein würde, ist selbstredend. Beim darauffolgenden Ultraschalltermin, also vier Wochen später, legte sich der Frauenarzt dann fest, dass es ein Mädchen ist. An dem Tag hatte ich Urlaub, sodass meine Frau und ich diesen für uns so besonderen Moment gemeinsam genießen durften. Wir wollten unbedingt wissen, welches Geschlecht es wird, um es anschließend allen erzählen zu können. Und, weil ich wissen wollte, ob wir bald die „alten“ Klamotten unseres Sohnes verkaufen können, damit Papa seinen Kleiderschrank wiederbekommt…

Wie und wann habt Ihr euch für den Namen entschieden?

Einen Namen für unsere Tochter haben wir letztlich schon recht früh in der Schwangerschaft gefunden. Da wussten wir allerdings noch nicht, dass er es am Ende auch wirklich werden würde. Um einen passenden Namen zu finden, hielten wir es genauso wie schon bei unserem Sohn. Im Grunde durchforsteten wir Monate lang alles Mögliche, wo Namen drauf, drin oder drüber standen. Sei es Bücher, Zeitschriften, Plakate in der Öffentlichkeit, Annoncen, Abspanne von Filmen und Serien, das Internet usw. Dabei fielen uns immer wieder schöne Jungennamen auf, aber nur wenige für Mädchen. Am Ende blieb es wie gesagt bei dem Namen, der uns für unsere Tochter als allererstes gefiel – Lynn. Zweitname Noelle, nur der Vollständigkeit halber. Das war insofern amüsant, weil es uns bei unserem Sohn damals ganz genauso erging. Der Name, der uns für ihn als erstes gefiel, wurde es letzten Endes auch. Lediglich über die Nuance, ob unsere Tochter mit „y“ oder „i“ geschrieben werden soll, überlegten wir eine Weile. Am Ende entschieden wir uns wie gesagt für Ersteres. Lynn bedeutet übrigens unter anderem die Milde, Sanfte, Freundliche. Und wenn ich sie mir heute so anschaue… Passt.

Das ist doch schön wenn der Name auch noch passend ist. Hast du Bücher über die Schwangerschaft gelesen oder dich anderweitig informiert?

Bücher über das Thema Schwangerschaft haben wir keine. Meine Frau und ich sind eher Zeitschriftentypen. Aber auch im Internet kann man sich gut über sämtliche Schwangerschafts-, Baby- und Erziehungsthemen informieren. Sehr überrascht war ich, als ich herausfand, dass man sich heutzutage auf entsprechenden Internetseiten über den durchschnittlichen oder altersgemäßen Entwicklungsstand des kleinen Bauchbewohners informieren kann. Im Wochenrhythmus kann man beispielsweise die Größe des Embryos abfragen, welche Organe sich aktuell bilden, wie schwer er in der Regel ist, was er schon alles kann und vieles mehr. Ansonsten tausch(t)en wir uns gerne mit anderen (werdenden) Eltern oder Großeltern zu diesem Thema aus. Eltern (in spe) stehen heutzutage eine Vielzahl an Informationsquellen zur Verfügung, die man früher nicht hatte. Ein Segen, aber auch ein Fluch zugleich, wie ich finde. Denn je mehr Informationen zur Verfügung stehen, desto mehr muss man abwägen und Entscheidungen treffen. Meine Frau und ich versuchen daher situativ aus den uns jeweils zu einem Thema gegebenen Informationen, den aus unserer Sicht besten Weg zu gehen und entscheiden letztlich aus dem Bauch heraus. Damit sind wir bis jetzt eigentlich immer gut gefahren.

Das hört sich doch gut an. Was sind deine „Must Haves“ für die Schwangerschaft?

Zitronen. Wahlweise Limetten. Deren Zitrus-Duft hilft nämlich gegen die Übelkeit, die häufig im ersten Drittel der Schwangerschaft auftritt, heißt es. Einfach aufschneiden, auf einen Teller legen und als Raumduft verwenden. Zwischendurch die Frucht durchaus auch mal zur Nase führen und entspannt einatmen. Bei meiner Frau half es in der Tat. Dadurch war es eine gesunde Alternative zu Arzneimitteln oder Medikamenten. Weiteres Must Have während der Schwangerschaft: Heidelbeeren. Die allerdings zum Verzehr. Und lediglich auf meine Frau bezogen, denn darauf hatte sie sehr oft Heißhunger. Heidelbeeren bis zum Umfallen. Daher war es gut und wichtig, immer welche im Kühlschrank zu haben, wenn die Herzensdame wieder einmal Gelüste bekam. Insgesamt hat meine Frau in der Schwangerschaft darauf geachtet, sich bewusst zu ernähren. Ich sage extra nicht „gesund“, denn beim Thema „gesunde Ernährung“ scheiden sich bekanntlich die Geister. Neben einer bewussten Ernährung, die ja auch dem Embryo zugutekommt, war es für meine Frau und mich klar, nicht zu rauchen und keinen Schluck Alkohol zu trinken. Okay, das waren jetzt eher No-Goes anstatt Must Haves, aber egal. Wichtige „Begleiter“ meiner Frau während ihrer Schwangerschaft waren beispielsweise ein Moorkissen, alternativ ein Kirschkernkissen oder eine Wärmflasche, um ihren beanspruchten Rücken zu entspannen, sowie Bodybalsam, welches Schwangerschaftsstreifen verhindern soll. Wo meine Frau irgendwann naturgemäß ebenfalls nicht mehr drum herum kam, war passende Umstandskleidung. Erfreulicherweise gibt es da ja aber mittlerweile eine größere Auswahl. In der Übergangszeit, sprich die Zeit, in der beispielsweise die Hose wegen des wachsenden Bäuchleins zu spannen begann, aber der Bauch noch nicht die Größe erreicht hatte, um zur Umstandsmode zu wechseln, bot sich eine Bundverlängerung an. Zum Beispiel ein Gummiband oder ähnliches , welches die aufstehende Hose zusammenhält. Pulli drüber und niemand merkt’s! Nun zwei essentielle Dinge noch: Erstens, vor der Geburt noch einmal schön Urlaub machen – es könnte vorerst der letzte sein. Hier bietet sich der 3. bis 7. Schwangerschaftsmonat an – die meist vorkommende Übelkeit im ersten Schwangerschaftsdrittel ist überstanden und der geplante Entbindungstermin ist noch eine gewisse Zeit entfernt. Zweitens, Krankenhaustasche parat haben. Bestenfalls bereits zwei Monate vor der geplanten Entbindung, damit es da keine „böse Überraschung“ gibt. Das waren sie, meine Must Haves während der Schwangerschaft, respektive die meiner Frau. Natürlich sind diese nur eine Auswahl an Möglichkeiten und sehr individuell auf die Schwangerschaft(en) meiner Frau bezogen.

Man hört ja, dass jede Schwangerschaft individuell verläuft. Du hast ja den direkten Vergleich. Was sind aus deiner Sicht die Unterschiede der beiden Schwangerschaften?

Es heißt ja, beim zweiten Kind würde die Geburt in vielen Fällen nicht so lange andauern, wie beim ersten Kind. In unserem Falle war dies tatsächlich so. Aber damit, dass es so schnell gehen kann wie bei meiner Frau, haben wir nicht gerechnet. Aber fangen wir von vorne an. In der ersten Schwangerschaft war meiner Frau fast durchgehend übel. Das heißt volle 9 Monate – lediglich die letzten 4 Wochen ließ die Übelkeit etwas nach. Oft heißt es, dass die Schwangerschaftsübelkeit ca. die ersten 3 Monate anhält. In der zweiten Schwangerschaft traf dies dann auch bei meiner Frau zu. Anschließend war ihr glücklicherweise nur noch gelegentlich übel. Die erste Schwangerschaft war äußerst spannend, da ja alles neu war. In meiner Frau wuchs ein Mensch heran. Der Bauch wurde nach und nach größer, man spürte die Bewegungen des Embryos und jede Woche passierte etwas Neues. Jeder Entwicklungsschritt wurde verfolgt – sei es die Größe des Embryos, welche Organe sich heranbildeten und so weiter. Man hielt die ersten Ultraschallbilder in den Händen. Und dann natürlich das Wunder der Geburt an sich, bei der ich, wie auch später beim zweiten Kind dabei sein durfte – ein unglaublicher Moment des Glücks. Gegenüber der ersten, weiß man bei der zweiten Schwangerschaft dann natürlich schon ein Stück weit, was auf einen zukommt. Wir verfolgten vielleicht nicht mehr jeden einzelnen Entwicklungsschritt. Primär war es für uns wichtig zu wissen, dass der Embryo gesund ist und zu erfahren, ob unser Sohn einen „Bro“ oder eine kleine Schwester an die Seite bekommt. Trotzdem war die Freude auf das zweite Kind natürlich genauso groß, wie beim ersten. Schließlich war ein Geschwisterkind unser ganz bewusster Wunsch. Die Geburten meiner Frau unterschieden sich zum einen durch die jeweilige Dauer des Geburtsvorgangs und zum anderen, den Verlauf und die Intensität ihrer Wehen betreffend. Bei der ersten Schwangerschaft machten sich schon wenige Tage vor der Geburt leichte bis mäßige Wehen bemerkbar. Im Verlauf des Tages, an dem unser Sohn schließlich zur Welt kommen sollte, wurden die Wehen immer häufiger und intensiver. Im Krankenhaus angekommen, ließ uns unser Sohn zunächst noch ein paar Stunden auf sich warten, ehe es in den Kreissaal ging. Der eigentliche Geburtsvorgang dauerte dann etwa vier Stunden an. Anders bei der zweiten Geburt. „Vorwehen“ gab es höchstens wenige und auch deren Intensität war eine abgeschwächte. Auch im Verlauf des Tages, an dem unsere Tochter schließlich zur Welt kam, hatte meine Frau kaum und nur leichte Wehen. Als wir dann ins Krankenhaus fuhren, wurden wir, nach kurzer Untersuchung meiner Frau, quasi direkt in den Kreissaal „durchgewunken“. Eine knappe Stunde später war unsere Tochter auf der Welt. Weltrekord – oder zumindest nahe dran.

Und somit hast du auch schon die eigentlich nächste Frage über die Geburt beantwortet! Das ist praktisch. Kommen wir also zur nächsten Frage: Hattet ihr einen Geburtsplan?

Nein, einen solchen hatten wir nicht. Wir hatten wenige Wochen vor dem geplanten Entbindungstermin ein Aufklärungsgespräch im Krankenhaus, in dem uns der grundsätzliche Geburtsverlauf erläutert wurde. Aus diesem Vorabgespräch heraus wussten wir auch, dass uns am Tag der Entbindung eine in dieser Zeit diensthabende Hebamme zugewiesen würde. Und ob ich als Papa im Bedarfsfalle die ersten Nächte zusammen mit meiner Frau in einem Zimmer übernachten darf, würde sodann schlicht von den Zimmerbelegungen abhängen. Welche Gebärposition letztlich gewählt wird oder wie im Zweifelsfalle die Schmerzbehandlung erfolgen soll, wollte meine Frau während der Entbindung situativ entscheiden. Wir wollten die Geburt nicht komplett „verplanen“, sondern sie einfach auf uns zukommen und geschehen lassen. Denn wie sagt man so schön: „Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.“

Wie war eure Hebamme? Hat sie zu euch gepasst und in eurem Sinne gehandelt?

Der eigentliche Wunsch meiner Frau war eine Beleghebamme. Sie fand den Gedanken schön, einander schon vor der Geburt kennen zu lernen und eine gewisse Beziehung zueinander aufbauen zu können, um bei der Entbindung eine vertraute Person um sich zu haben. Wir mussten jedoch feststellen, dass es in unserer Region kaum noch Beleghebammen gibt. Das heißt bei beiden Geburten wurde uns eine im Krankenhaus angestellte und an dem jeweiligen Tag diensthabende Hebamme zugeteilt. Und beide waren glücklicherweise wirklich toll. Es wurde ganz auf die Bedürfnisse meiner Frau eingegangen. Sie waren sehr professionell, ruhig und entspannt. Meine Frau fühlte sich zu jeder Zeit gut aufgehoben. Und auch ich als Papa konnte und durfte mich einbringen. Sei es bei der Getränkegabe oder beim Wechsel der Gebärposition. Das schönste für mich aber war das Durchschneiden der Nabelschnur. Jeweils nach der Geburt durfte ich noch im Kreißsaal die ersten Fotos schießen und somit die beiden Wunder, die uns widerfuhren, auf ewig festhalten. Im Wochenbett betreute dann eine andere Hebamme meine Frau, und zwar die Frau ihres Gynäkologen. Eine ganz tolle Hebamme. Meine Frau und ich fühlten uns so toll unterstützt, dass wir auch nach der zweiten Geburt niemand anderen als sie als Hebamme wollten. Wir freuten uns jedes Mal, wenn sie uns zu Hause besuchte. Was das betrifft, sind wir heute fast etwas wehmütig, dass die Zeiten des Wochenbetts bereits vorüber sind. Da bleibt uns doch nichts anderes übrig, als nochmal schwanger zu werden (schmunzel)…

Das klingt doch gut. Freut mich, dass es dann doch so schön lief. Hast du noch etwas, dass du den Leserinnen und Lesern gerne weitergeben und mitteilen möchtest?

Ich habe kürzlich noch zu meinem Bruder gesagt, dass ich, obwohl ich mittlerweile schon zwei Kinder habe, nicht behaupten kann und würde, dass ich mich mit dem „Thema“ auskenne. Dazu sind erstens (meine) Kinder einfach zu unterschiedlich und zweitens bin ich ja auch noch nicht allzu lange Vater. Daher kann und möchte ich anderen Eltern keine Ratschläge oder Empfehlungen geben. Das einzige, was ich weitergeben kann, sind meine bisherigen individuellen Erfahrungen. Ich hätte jedenfalls nicht geglaubt, jemals eine so starke Liebe empfinden zu können. Die Liebe zu meinen Kindern ist die, für mich, größte und tiefste aller Lieben. Gleichzeitig ist das Elternsein eine, wenn nicht die bisher größte Herausforderung in meinem Leben. Durch meine zweijährige Elternzeit, für jedes der beiden Kinder 12 Monate, habe ich erfahren dürfen, was die Kindererziehung für eine Mammutaufgabe ist und welche Arbeit all die Mütter, und mittlerweile schönerweise auch immer mehr Väter, täglich leisten. Dabei ist „Erziehung“ in meinen Augen nicht das richtige Wort. „Beziehung“ beschreibt es treffender. Dies ist etwas sehr Wesentliches, was ich im Laufe des Papaseins lernen durfte. Nämlich, dass Kinder nicht „erzogen“ werden müssen. Sie sind vielmehr bereits vollkommene und gleichwertige Menschen, zu denen wir als Eltern eine Bindung aufbauen müssen, die auf Liebe, Vertrauen und Vorbildlichkeit basiert. Zum Selbstverständnis einer sogenannten bindungs- oder beziehungsorientierten Elternschaft gehört allem voran das Recht auf Gewaltlosigkeit, die Wahrung der individuellen Grenzen eines Kindes, die Achtung des Wortes „Nein“ und die kindliche Selbst- und Mitbestimmung. Der bindungsorientierte Ansatz ist sicherlich nicht der einfachste und unkomplizierteste Weg, Kinder auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden zu belgleiten. Dies habe ich bereits feststellen dürfen. Denn er nimmt Kinder quasi von Geburt an als eigene Persönlichkeiten an. Aber wenn wir unsere Kinder auf ihrem Lebensweg zu empathischen, selbstbewussten und starken Persönlichkeiten begleiten möchten, ist dies in meinen Augen, und hier spreche ich dann doch eine, aber auch die einzige, Empfehlung aus, der richtige Weg.

Dankeschön für das großartige Interview. Ich wünsche dir und deinen Lieben weiterhin alles Gute!

Wie habt ihr von der Schwangerschaft mit zwei kleinen Wundern auf einmal erfahren und was ist euch dabei durch den Kopf gegangen?

Stefanie: Beim ersten Ultraschall habe ich es auch direkt erfahren. Der Arzt stockte kurz und meinte „oh da ist noch eine zweite Fruchthülle – schauen wir nächste Woche nochmal“. Für mich war klar, wenn es zwei sind, dann bleiben es auch zwei. Ich weiß gar nicht mehr was ich dachte. Tausend Gedanken in Dauerschleife. Für mich war es das Wichtigste, dass ich überhaupt endlich schwanger war. Ob nun eins oder zwei.

Florian: Auf der Arbeit am Telefon. Ich konnte nicht denken in dem Moment und hab immer gefragt „Echt jetzt… ist das sicher?“

Wie habt ihr es der Familie und den Freunden mitgeteilt und wie waren dort die Reaktionen?

Florian: Das mitteilen hat Steffi übernommen. Die Reaktionen waren alle positiv.

Stefanie: Also meine Eltern und meine beste Freundin haben auf den Anruf quasi gewartet und haben sich riesig gefreut. Ich weiß noch meine Eltern waren im Urlaub und haben erstmal angestoßen und brachten Babyschühchen mit. Nachdem es klar war es werden zwei bekamen wir noch ein zweites Paar. Ich hab die Screenshots der Reaktionen in das Babybauchalbum geklebt.

Die Idee mit dem Babyalbum finde ich toll! Ab wann wusstet ihr, dass eure kleinen Wunder Mädchen sind und welche Bedeutung hatte es für euch?

Stefanie: Am 26.1.2017 stand es fest – zwei Mädchen. Ich hatte mir zwei Mädchen gewünscht. Natürlich war es das allerwichtigste, dass alles in Ordnung war.

Florian: Ich fand es toll, zumal Mädchennamen einfacher sind.

Wie habt ihr die Namen für eure Kinder gefunden?

Florian: Inga ist von Steffis Oma und Tessa aus der Serie Highlander. Sie sind nicht so häufig und für uns besonders. Kurz und schön. Außerdem müssen sie ihn später nicht buchstabieren weil er so kompliziert ist.

Was sind eure „Must Haves“ für die Schwangerschaft? Und habt ihr eine Schwangerschaftsapp genutzt?

Stefanie: Ja wir haben eine Schwangerschaftsapp genutzt und meine Must Haves waren Mittel gegen Sodbrennen und das Stillkissen.

Florian: Bei mir war es Bier!

Was geht euch durch den Kopf, wenn ihr an die Geburt denkt?

Stefanie: Angst vor der Rückenmarkspritze und Aufregung. Alles in allem war es dann das größte Glück.

Florian: Massaker… Wir wussten ja, dass es ein Kaiserschnitt wird.

Hattet ihr einen Geburtsplan?

Stefanie: Was heißt Plan. Es war ein geplanter Kaiserschnitt und wir wussten was auf uns zukommt, zum Beispiel PDA.

Wie war eure Hebamme?

Florian: Steffi fand sie toll und ich fand sie nervig. Aber wichtig ist ja was Steffi fand. Für mich war sie eine Besserwisserin. Sie hat Steffi aber Sicherheit gegeben.

Habt ihr allgemein noch etwas, dass ihr anderen gerne weitergeben und mitteilen möchtet?

Sucht euch Gleichgesinnte und tauscht euch aus. Man darf auch mal meckern wenn es schwierig ist. Genießt jede Sekunde mit den Zwergen

Vielen Dank für eure investierte Zeit. Ich wünsche euch und den Zwillingen alles Gute.

In Mamas Bauch wohnt ja momentan ein Baby. Wie hast du es gesagt bekommen und was hast du dabei gedacht?

Mama und Papa haben mir ein Paket gegeben und da war ein Schnuller und ein Foto und ein Brief drin. Den Brief hat Papa vorgelesen und dann wusste ich, dass in Mamas Bauch ein Baby ist. Da war es noch ganz ganz klein. Auf dem Foto war es nur so groß, wie eine Birne. Schade, dass es nicht bunt war.

Bekommst du einen Bruder oder eine Schwester?

Ich bekomme einen kleinen Bruder, der Simon heißt! Der ist schon ganz schön groß. Mamas Bauch ist soooo dick geworden, weil er Platz braucht.

Findest du es schön große Schwester zu werden?

Ja, dann bin ich nicht mehr die Kleine! Ich geh ja auch schon in den Kindergarten. Ganz schön groß bin ich. Und wenn das Baby dann da ist, wissen alle, dass ich groß bin, weil ich ja dann große Schwester bin. Simon ist dann der Kleine Zuhause.

Ließt du gerade mit Mama und Papa ein Buch über Babys?

Wir haben schon ganz viele Bücher gelesen. Am besten gefällt es mir dort, wenn das Baby in die Windel macht und man wickeln muss. Das kann ich nämlich schon und finde es nicht eklig, so wie die Kinder im Buch. Das lernt man alles im Geschwisterkurs und da bin ich ein Profi!

Was macht man in dem Geschwisterkurs genau?

Da lernt man zu wickeln und die Flasche zu geben und wie man das Baby halten muss. Die haben nämlich einen schweren Kopf und da muss man helfen und ihn festhalten. Wir gehen da immer am Mittwoch hin. Das macht eine Frau mit uns und die zeigt uns immer etwas Neues. Beim nächsten Mal singen wir Schlaflieder zusammen.

Danke, dass ich dich interviewen durfte. Ich wünsche dir viel Spaß als große Schwester und du wirst das bestimmt gut machen.

Wie habt ihr damals von der Schwangerschaft erfahren und was ist euch dabei durch den Kopf gegangen?

Unsere Kinder haben es uns nach dem dritten Monat gesagt. Wir haben uns wahnsinnig gefreut. Hatten aber auch Angst, da unsere Schwiegertochter kurz vorher ein Baby ziemlich am Anfang verloren hat. Es ging alles gut.

Ab wann wusstet ihr, ob euer Enkelkind ein Junge oder ein Mädchen wird?

Ungefähr nach 6 Monaten. Das haben sie einfach so erzählt. Ohne großes Tamtam, bei einem Besuch. Sie haben uns auch gleich gesagt, wie es heißen wird. Eigentlich gab es nur einen Jungennamen und der ist Milan! Milan und der Name Prohaska (tschechisch/ slowakischer Ursprung) passen super zusammen. Der werdende Opa war etwas skeptisch, weil er befürchtete, dass mit dem Namen blöde Assoziationen verbunden sind. Milan = Vogel. Wir finden den Namen super und er passt prima.

Was macht für euch das Großeltern-Dasein aus?

Wir können einfach genießen. Verantwortung tragen die Eltern. Mit der Familie unternehmen wir gerne Ausflüge zum Opelzoo, Taunes Wunderland und natürlich Spielplatz oder einfach mal raus in die Natur. Wir genießen einfach die Gelegenheit, die wir haben. Es gibt nichts schöneres als Enkelkinder. Egal, ob man sie täglich oder selten sieht. Sie bereichern das Leben. Einfach Liebe pur. Es ist einfach ein Unterschied, ob Kind oder Enkel. Kinder muss man erziehen, Enkel darf man verwöhnen. Das sollte man aber nur in Absprache mit den Eltern machen.

Vielen Dank für eure investierte Zeit. Ich wünsche euch und der restlichen Familie alles Gute.

Ab der Wievielten Woche kann man eine Schwangerschaft feststellen?

Das kommt ganz darauf an, wie man die Schwangerschaft feststellen möchte. Mit einem qualitativ guten Urinfrühtest kann man bereits bei Ausbleibung oder schon zwei Tage vor der Regel ein Ergebnis erzielen. Allerdings haben diese noch eine recht hohe Fehlerquote. Beim Bluttest in der Arztpraxis kann man eine Schwangerschaft 6 bis 9 Tage nach der Befruchtung feststellen. Auch ein vaginaler Ultraschall kann nach wenigen Tagen der Regelausbleibung Auskunft über eine bestehende Schwangerschaft geben.

Darf der Vater des Kindes bei den Untersuchungen dabei sein?

In unserer Praxis ist das möglich, wenn die Mutter des Kindes damit auch einverstanden ist. Viele werdende Väter stellen dann auch Fragen und können über Sorgen aus ihrem eigenen Blickwinkel sprechen. Dadurch sind sie mehr in die Schwangerschaft mit eingebunden und können an den schönen Momenten während des Ultraschalls teilhaben. Ich nehme sie in den meisten Fällen als positive Bereicherung wahr.

Ab wann kann man sehen ob das kleine Wunder ein Junge oder ein Mädchen wird?

Diese Frage ist sehr schwer zu beantworten, da sich manche Kinder gut sehen lassen und andere wiederum ihre Füße im Weg haben oder die Nabelschnur etwas ungünstig liegt. Es müssen somit, um das Geschlecht zu erkennen, viele Faktoren zusammen wirken. Falls das Geschlecht schon in der 11. Woche sichtbar wäre, darf es trotzdem nicht gesagt werden, da es uns erst ab der 14. Woche erlaubt ist Auskunft darüber zu geben. Außer es bestehen gesonderte Ausnahmen. Das Geschlecht des Kindes steht übrigens von Anfang an fest.

Was sind aus Ihrer Sicht die „Must Haves“ für die Schwangerschaft?

Meiner Meinung nach braucht jede Schwangere eine kompetente und fachliche Beratungsmöglichkeit. Sowohl Frauenärzte, beziehungsweise Frauenärztinnen, als auch Hebammen sind damit gemeint. Aber auch Fachliteratur kann zusätzlich weiterhelfen. Zudem ist ein stabiles soziales Umfeld von großem Vorteil, das in der Schwangerschaft unterstützen kann und keine Last darstellt.

Ab wann braucht man eine Hebamme?

Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Allerdings ist es so, dass eine Hebamme bereits in der frühen Schwangerschaft sinnvoll ist, da hier schon viele Fragen auftauchen, die der Hebamme gestellt werden können. Den perfekten Zeitpunkt gibt es jedoch nicht.

Sollte man einen Geburtsplan machen?

Auch hier gibt es keine klare und richtige Antwort. Jede Schwangerschaft und Geburt verläuft anders und auch werdende Eltern sind sehr individuell. Manche fühlen sich mit einem Geburtsplan sicherer und andere wiederum empfinden es als sinnlos. Daher kann ich nur folgende Empfehlung aussprechen: versucht euren Weg zu findeen, der sich gut anfühlt.

Vielen Dank für Ihre investierte Zeit.

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