Wann sind wir endlich da?!

Der Urlaub beginnt bereits mit der Anreise und deshalb sollte diese schon mit möglichst wenig Stress verbunden sein. Das scheint jedoch bei längeren Autofahrten mit Kindern eher ein Traum als Realität zu sein. Ein sogenanntes Wunschdenken von Eltern. Fragen wie „Wann sind wir endlich da?!“ kommen nicht gerade selten vor und scheinen sich in einer endlosen Dauerschleife abzuspielen. Muss ich mich dann als Elternteil vielleicht einfach damit abfinden, dass die Autofahrt ein Stressfaktor bleibt? Natürlich nicht! Denn wir sind nun gemeinsam auf der Suche nach Lösungen. Probiert einfach ein paar der Ideen aus und findet dadurch heraus, was euer Geheimrezept wird.

Tipps und Tricks

  • Reisetage: am Anfang und Ende der jeweiligen Ferien sind die Straßen oftmals sehr voll und dann steht man meist noch mehr im Stau. Am besten fahrt ihr einen Tag später los und einen Tag früher zurück.
  • Reisedauer: wenn es möglich ist, tut ihr euren Kindern einen sehr großen Gefallen, wenn ihr kleine Etappenziele habt. 500 km am Tag sind meistens schon Strapaze genug und dann ist es gut, wenn man an einem Ort übernachten kann und danach weiter fährt.
  • Plant die Route gut: überlegt euch am besten schon vorher welche Strecke wohl am besten ist und ob man Autobahnen mit hohem Stau- Potential eventuell vermeiden kann.
  • Pausen: legt genügend Pausen ein und lasst eure Kinder eine Runde toben. Achtet allerdings darauf, dass es dazu auch die Möglichkeit gibt ohne, dass die Kinder einer Gefahr ausgesetzt sind. Dort ist es auch möglich etwas zu essen und eine Pinkelpause zu machen. Bei letzterem könnt ihr eure Kinder auch dann dazu bitten, auch wenn sie eigentlich noch nicht so müssen. Schließlich kommt die nächste Pause bestimmt nicht in den nächsten fünf Minuten und dann wird es knapp, wenn man gerade nicht aus dem Auto heraus kommt.
  • Lunchpakete: packt euch genug zum Essen ein. Hungrige Kinder sind kein Vergnügen! Und nur bei Raststätten zu essen ist nicht immer so die Patentlösung. Die nächste Ausfahrt kommt einem im Stau mit quengelnden Kindern noch weiter entfernt vor.
  • Süßigkeiten: auch die dürfen im Urlaub mal sein oder? Sie sind einfach gut, um die Kinder mit einer Kleinigkeit, die ohne zu viel Aufwand verbunden ist, bei Laune zu halten.
  • Hygiene: achtete darauf, dass eure Kinder nach und während der Pinkel- und Essenspause wieder saubere Hände bekommen. Da kann eine Packung Feuchttücher und Reisedesinfektion, die für Kinder geeignet ist, die Lösung sein. Die Toiletten an den meisten Raststätten sind nämlich nicht gerade sauber.
  • Schlaf, Kindchen schlaf: Bei Kleinkindern könnt ihr versuchen den Mittagsschlaf zu nutzen oder euer Kind vor dem Aufstehen ins Auto packen. Vorraussetzung ist allerdings, dass das Kind auch im Auto schlafen kann.
  • Unterhaltungsprogramm: Kinder, die beschäftigt sind, haben ein anderes Zeitgefühl. Deshalb gilt es die Kinder möglichst viel zu unterhalten. Nun folgen ein paar ganz konkrete Ideen dazu.

Unterhaltungsprogramm

  • Bücher, Stifte, MP3-Player und Co sollten natürlich gut verstaut werden, damit lange Suchen nach einem bestimmten Gegenstand nicht entstehen. Da helfen die Utensilos. Diese werden an den Sitz der vorderen Person gehängt und bestehen aus kleinen Taschen mit viel Stauraum.
  • Auto-Kindertische sind eine sehr praktische Lösung, damit eure Kinder während der Fahrt malen oder auch lesen können. Das ist allerdings nicht für jeden etwas. Manchen wird dabei auch etwas übel.
  • Zählt doch einfach zusammen ein paar ganz bestimmte Autos oder spielt das lustige Autobingo. Legt dazu vorher auf einem Blatt fest, bei jüngeren Kindern am besten bildlich, welche Autos gesucht werden sollen und diese werden dann durchgestrichen. Damit kein Streit entsteht könnt ihr das Spiel gern zusammen spielen und einen Wettlauf gegen die Zeit machen.
  • Hört euch ein Hörbuch zusammen an oder gebt euren Kindern Kopfhörer, wenn ihr euch nicht auf ein gemeinsames Hörbuch festlegen könnt.
  • Damit eure Kinder auch mal ein kleines Nickerchen machen können, ist es hilfreich etwas Geld in ein Nackenpolster zu investieren. Das können eure kleinen Passagiere dann je nach Bedarf nutzen.
  • Wenn ihr vielleicht noch mit einer anderen Familie zusammen in den Urlaub fahrt, können sich die Kinder eventuell mit einem Walkie Talkie unterhalten.
  • Gebt euren Kindern eine kleine Wundertüte, die sie dann während der Autofahrt öffnen können. Dazu folgt dann gleich mehr.
  • Eine Schatzsuche während der Autofahrt zu machen ist etwas aufwendiger, als die vorherigen Ideen. Es lohnt sich allerdings, da die Kinder die gesamte Fahrt über beschäftigt sind und immer wieder kleine Aufgaben erledigen müssen, die Abwechslung bringen.
  • Ihr könnt auch ein paar schöne Aktivitäten für den Urlaub planen. Druckt euch ein paar Ideen aus, die es in eurer Region gibt und lasst eure Kinder mitentscheiden. Worauf haben sie vielleicht wenig Lust und was löst eine totale Begeisterung aus?

Wundertüte

Diese Beschäftigungs-Idee für die Zeit während der Fahrt ist eine gute und kindgerechte Alternative zu unseren digitalen Medien. Da natürlich jedes Kind anders ist, könnt ihr auch die Tüte so packen, dass sie eurem Kind gefällt. Ihr braucht allerdings in jedem Fall einen DinA4-Umschlag oder eine Geschenktüte, die ihr dann eventuell schön gestaltet und danach zuklebt. Für den Inhalt gibt es hier folgende Ideen:

  • Schnuller (U3-Kinder) Kaubonbons (Kinder ab 3) oder auch Kaugummis (Kinder ab dem Vorschulalter) für den Druckausgleich, wenn es zu viele Höhenunterschiede auf der Fahrt gibt.
  • Trockenfrüchte als kleine gesunde Snacks
  • Süßigkeiten können im Urlaub auch mal dazu gepackt werden
  • Diy Knusperkette: ihr braucht dazu 70cm lange Wolle oder einen Schnürsenkel, etwas von dem Müsli, das aussieht wie kleine Donuts und Feuchttücher, damit die klebrigen Hände wieder sauber werden! Die Kinder sind eine Weile mit dem Auffädeln beschäftigt und haben dann viel Spaß beim KNUSPERN.
  • Ausmalbilder und Stifte von jeder Farbe
  • Sticker und ein kleines Heft
  • Kinderbücher, ein Wimmelbuch im Mini-Format oder alternativ dazu die Lieblingsbücher in klein kopieren, die dann nur noch zusammengebunden werden
  • Kinderzeitschrift
  • Kleine Schleichfigur
  • Kleines Lego-Set zum Bauen

Die Wundertüte könnt ihr euren Kindern vor dem Einstieg in das Auto überreichen oder als Geheimwaffe erst später einbringen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.