2. Klasse

Für die meisten Kinder bedeutet die zweite Klasse endlich nicht mehr der oder die Kleine auf dem Schulhof zu sein. Sie haben ein Etappenziel in ihrer schulische Laufbahn erreicht. Das bestärkt viele in ihrem gesamten Selbstbewusstsein und sie wachsen über sich hinaus. Doch das gilt leider, wie so oft, nicht für alle Kinder. Unser Schulsystem baut in den meisten Fällen nämlich nicht unbedingt auf die Persönlichkeitsentwicklung und die Lernmethoden. Es fokussiert sich vielmehr auf die Wissenserweiterung und dessen Abruf. Doch dieses Problem ist eine andere Thematik. Wie ihr euer Kind trotz der Schule stärken und in seiner Persönlichkeit fördern könnt, schauen wir uns hier später an. Denn dies ist von großer Bedeutung für den weiteren Schulverlauf. Kinder, die motiviert und lernbegeistert sind, können bessere Leistungen erbringen und auch mit Niederschlägen umgehen. Wir starten jedoch zunächst erstmal mit den Lerninhalten der 2. Klasse. Hierfür habe ich die Lehrpläne der Bundesländer verglichen und die Gemeinsamkeiten herausgeschrieben. Im allgemeinen könnte man die gesamte 2. Klasse mit den Worten „Gelerntes anwenden und vertiefen“ umschreiben.

Deutsch

Da die Kinder nun schon Buchstaben schreiben und daraus dann Wörter und Sätze kombinieren können, folgt nun, falls dies noch nicht in der 1. Klasse geschehen ist, die Schriftform Schreibschrift. Oftmals wird auch jetzt der Füller verwendet, da viele Kinder nicht mehr so fest mit dem Stift aufdrücken. Ihre Feinmotorik ist nun sehr weit fortgeschritten. Es werden Lückentexte bearbeitet, um den Kindern die Möglichkeit zu geben die Satzzeichen zu vertiefen und sich auf einzelne Wörter zu fokussieren. Die Klassenarbeiten bestehen in den meisten Fällen aus kleinen Diktaten und es werden sogar schon kleinere Geschichten von den Schülern selbst geschrieben, was für viele eine große Herausforderung sein kann. Ein weiterer inhaltlicher Punkt sind die Wortarten. Also Nomen, Adjektive und Verben zu erkennen.

Mathematik

Die Grundfähigkeiten für logisches Denken in der Mathematik wurden in der 1. Klasse erlernt und deshalb ist es nun möglich das 1×1 zu verstehen und auswendig zu lernen. Oftmals wird hierbei darauf geachtet, dass erst die leichteren Folgen gelernt werden. Diese sind die 1, 5, 10 und dank der Eselsbrücke auch die Zahl 9. Geometrie ist ebenfalls ein großes Thema in der 2. Klasse. Sie zeichnen einzelne Figuren mit dem Lineal und Zirkel und schulen ihr räumliches Vorstellungsvermögen mit den 3D Figuren.

Englisch

Wer schon in der 1. Klasse Englisch hatte, darf sich nun an die Grammatik trauen und sich auf Hörübungen und Diktate einstellen. Für alle, die dieses Fach jetzt neu dazu bekommen gilt es durch Spiele und Lieder eine neue Sprache zu lernen. Im Vordergrund stehen Themen des alltäglichen Lebens, wie zum Beispiel Essen und Trinken, die Familie, Gegenstände im Klassenzimmer, Hobbies, Personen, Körperteile und Tiere.

Religion und Ethik

Hier kommt es ganz darauf an, in welchen Fachbereich das Kind geht. Je nach Religion gibt es dann auch unterschiedliche Inhalte. Es geht aber nicht nur um die fachlichen Bezüge, sondern oftmals auch um die eigene Identität der Kinder. Es ist wichtig, dass die Kinder verstehen lernen, dass es in diesem Bereich kein klares richtig und falsch gibt, da die Fragen nach der Entstehung oder dem Tod nicht mit einfach nur einer Antwort zu klären sind. Es ist sehr komplex.

Sachunterricht

Nun ist es an der Zeit die Uhr und den Kalender mit all seinen Bestandteilen näher kennen und verstehen zu lernen. Auch Feste und Feiertage sind hierfür wichtig. Kleine physikalische Experiment kommen auch hinzu. Das können zum Beispiel Magnete sein. Im biologischen Bereich lernen die Kinder die Tierwelt kennen und es werden oftmals kleiner Ausflüge dazu unternommen. Zudem stehen der eigene Körper und die Ernährung auf den meisten Lehrplänen. Der sogenannte Klassenrat findet in diesem Fachbereich oftmals auch einen Platz. Dort werden Themen besprochen, die die Klasse betreffen, organisatorische Punkte geklärt und vom Wochenende und schönen Erlebnissen erzählt. Die Kinder sollen die Möglichkeit erhalten praktisch Demokratie zu leben, indem sie über Kleinigkeiten abstimmen oder das Rathaus besuchen. Ein weiterer Meilenstein kann auch die Fahrrad- Führerschein-Prüfung sein. Manche Schulen haben diese aber auch erst zu einem späteren Zeitpunkt angesetzt.

Musik

Die Kinder hören sich Lieder an und analysieren gemeinsam, welche Musikinstrumente daran beteiligt waren und was der Komponist mit dem Stück eventuell zum Ausdruck bringen wollte. Zudem lernen sie Noten- und Pausenwerte kennen und ordnen die Musikinstrumente den Oberkategorien zu.

Kunst
Die Kinder lernen die Kunstwerke von vielen bekannten Künstlern zu verstehen und zu analysieren, ein paar unterschiedliche Techniken anzuwenden, viele verschiedene Materialien auszutesten, durch sie zu kommunizieren, und ihrer Fantasie und Kreativität freien Lauf zu lassen.

Sport

Neben den Pausen erhalten die Kinder im Sportunterricht eine willkommene Abwechslung zum Stillsitzen. Sie lernen ihre persönliche Leistungsfähigkeit besser kennen, zu entwickeln und einzuschätzen. Durch sportliche Aktivitäten wird auch die Leistung des Gehirns gesteigert, da sich viele Synapsen miteinander verknüpfen.

Begeisterung steigert die Leistung

Ein Kind, das sich für die Schule und dessen Lerninhalte begeistern kann, erbringt auch positive Leistungen, die sich dann in den ersten Zeugnisnoten wiederspiegeln. Daher wird es nichts bringen, wenn man sein Kind bei den Hausaufgaben anschreit oder damit beginnt Drohungen auszusprechen. Setzt lieber auf ein Belohnungssystem und seht euch als Lernpartner für euer Kind. Noch eine weitere Person, die sich für die Aufgaben interessiert und sich nicht als kontrollierende Kraft herausstellt, beruhigt euer Kind, wodurch es sich besser öffnet. Seid auf Augenhöhe mit eurem Kind und zeigt ihm, dass ihr es verstehen könnt.

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