Situationsansatz

Allgemeine Infos
Es ist ein sozialpädagogisches Konzept, das sich in den 1970er Jahren verbreitete. Da dieses Konzept immer wieder überarbeitet wurde, ist es sehr schwer herauszufinden, wer alles mitgewirkt hat. Vor allem waren es aber Jürgen Zimmer und Christa Preissing, die daran gearbeitet haben.

Ziele
Das Kind kann durch den Situatiosnansatz autonom, solidarisch und kompetent aktuelle und zukünftige Situationen meistern.

Bild vom Kind
Kinder sind von Geburt an mit Fähigkeiten und Kompetenzen ausgestattet und können ihre eigene Entwicklung mitbestimmen. Sie streben nach Autonomie, sozialem Miteinander und das Erlernen von neuen Fähigkeiten und Wissen.

Lernverständnis
Hierbei werden alltägliche Situationen und Themen, die die Kinder beschäftigen, beobachtet und im Alltag erarbeitet. Die Beobachtungen werden auch als Schlüsselsituationen bezeichnet.

Lebensweltorientierung: Die Lebenswelt der Kinder und Familien werden durch die Schlüsselsituationen aufgegriffen. Zudem öffnen sich die KiTas nach außen, indem sie mit pädagogischen und sozialen Einrichtungen kooperieren.

Bildung: Die Kinder lernen durch reale Situationen im Alltag. Ihre Stärken stehen immer im Fokus. Wichtig ist es, dass man als pädagogische Fachkraft weiß, dass der Mensch mit Kopf, Herz und Hand lernt.

Gleichheit und Anerkennung von Verschiedenheit: Es wird inklusiv, geschlechterbewusst und interkulturell gearbeitet. Groß und Klein lernt hier zusammen, von- und miteinander.

Partizipation: Eltern und Erzieher sind Erziehungspartner und beziehen das Kind in allen Handlungen mit ein. Die Kinder erleben Normen, Werte und Regeln.

Einheit von Inhalt und Form: Die Erwachsenen interessieren sich für die Kinder und deren Interessen. Die KiTa gilt als lernende Organisation und die Erfolge der Kinder werden dokumentiert.

Tagesablauf
Die pädagogischen Fachkräfte beobachten die Kinder im Alltag und nehmen sich selbst mehr zurück. Es finden Angebote statt, die anhand der Schlüsselsituationen mit den Kindern entwickelt werden. Dabei stehen die einzelnen Kinder im Mittelpunkt und können ihre Kompetenzen erweitern. Die Struktur ist in den Einrichtungen sehr unterschiedlich, da der Situationsansatz meist nur ein Teilbereich eines Konzeptes darstellt.

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