Unser kleines Wunder

Wir sind Schwanger! Oder eigentlich waren wir es bis zum 03.07.2019. An diesem Tag ist das kleine Wunder zur Welt gekommen und die aufregende Zeit der Schwangerschaft wurde mit diesem Ereignis durch das Familien- Abenteuer abgelöst. Unser Sohn ist die schönste Überraschung überhaupt und wir haben durch ihn vieles dazu gelernt. Wir sind sehr gespannt, was wir noch alles zusammen erleben werden und lassen uns auch gerne noch weiterhin von ihm überraschen. Ihr dürft euch gerne von unserem Rückblick der Schwangerschaft inspirieren lassen. Wir haben eine Art Tagebuch verfasst. Jedoch im totalen Zeitraffer. Zu jedem Trimester gibt es die Highlights aus der Sicht von Sinas, Philip und mir als Zusammenfassung.

1. Trimester

Sinas

Ich habe mich nun in meiner neuen Wohnung für die kommenden neun Monate eingerichtet. Sie heißt wohl Gebärmutter und wirkt momentan noch sehr groß und geräumig. Das liegt allerdings daran, dass ich noch sehr klein bin. Ich wachse im ersten Trimester von der Größe eines Mohns bis hin zu einer Kiwi! Ich habe nun Arme und Beine und meine Organe sind angelegt. Auch mein Herz schlägt bereits.

Marie

Am 30.10.2018 habe ich den positiven Schwangerschaftstest in den Händen gehalten. Ich hatte es irgendwie schon gearnt. Schließlich war meine Periode schon längst überfällig. Was ich in dem Moment gefühlt habe kann ich allerdings nicht in Worte fassen und ich war trotzdem überrascht. Mit dem positiven Schwangerschaftstest bin ich dann in unser Schlafzimmer gegangen und habe ihn sofort Philip gezeigt, der gerade erst wach wurde. Auf seinen Lippen war ein Lächeln zu sehen. Ein Lächeln? Das hatte ich nicht erwartet. Eigentlich hatte ich gar keine Vorstellungen, wie er wohl reagieren würde. Umso schöner, dass dieses Lächeln tatsächlich existierte. In der Schule, zu dem Zeitpunkt habe ich noch meine Erzieherausbildung gemacht, habe ich ihn meiner besten Freundin auf einem Foto gezeigt. Sie konnte es nicht glauben. Deshalb musste noch ein zweiter Test am Abend in ihrer Abwesenheit gemacht werden. Und natürlich war auch dieser positiv. Deshalb beschlossen wir dann auch am nächsten Tag zur Frauenärztin zu fahren. Philip war zu dem Zeitpunkt auf der Arbeit. Die Frauenärztin bestätigte, dass in meinem Bauch tatsächlich ein kleines Wunder heran wuchs. Philip und ich haben es dann meinen Eltern erzählt und blickten in glückliche Gesichter. Auch meine Brüder sahen stolz aus. Damit hatte ich ebenfalls nicht so wirklich gerechnet. So etwas erzählt man ja nicht alle Tage und deshalb ist es mir schwer gefallen einzuschätzen, wie meine Familie reagiert. Am nächsten Tag habe ich dann meinen Arbeitgeber und die Schule darüber informiert. Auch dort gab es positive Reaktionen. Was mich in den ersten drei Monaten am meisten fasziniert hat war, dass ich keine Beschwerden hatte. Mir war noch nicht mal schlecht! Nur meine Haut wurde etwas unrein. Aber das ist für mich kein Grund zur Traurigkeit gewesen. Ich habe damals beschlossen weiterhin ungeschminkt zu bleiben. Meine schönste Erinnerung an die Anfangszeit der Schwangerschaft war das Gefühl in meinem Bauch. Sinas hat sich so angefühlt wie ein kleiner Schmetterling, der in mir herum fliegt und immer größer und wird. Jeden Tag war ich 24 Stunden lang verliebt.

Philip

Ich war ziemlich müde als du mir den positiven Schwangerschaftstest gezeigt hast. Da hatte ich auch noch ein paar kleine Sorgen. Ich hab mich dann aber voll gefreut. Ja und so richtig klar wurde es dann, als wir bei Anna und Kai waren und den zweiten Test gemacht haben. Mein Fokus hat aber noch auf meinen Prüfungen von der Ausbildung gelegen.

2. Trimester

Sinas

Meine Organe sind nun ausgebildet und müssen nur noch heran reifen. Theoretisch könnte man auch sehen, dass ich ein Junge werde. Daraus mache ich aber lieber ein Geheimnis. Ich habe inzwischen auch schon Schlaf- und Wachphasen und bewege mich sehr viel. Meine Hände habe ich am liebsten in der Nähe von meinem Gesicht und ich lutsche am Daumen. Mama und Papa höre ich auch schon sprechen und wenn Papa seine Hand auf den Bauch legt, dann bin ich sehr still, auch wenn ich vorher noch viel getobt habe. Am Anfang des zweiten Trimesters war ich so groß wie ein Pfirsich und nun habe ich die Größe einer Papaya.

Marie

Wir haben eine Hebamme gefunden. Sie hat auch alle Schwangerschaften von meiner Mama begleitet und kennt mich daher von Beginn an. Sie ist ein wahrer Goldschatz und ich bin sehr froh, dass es sie gibt. Die Chemie zwischen uns stimmt einfach. Im 4. Monat wurde ich das erste Mal so richtig getreten. Philip konnte dieses Erlebnis zu dem Zeitpunkt leider noch nicht teilen. Unser kleines Wunder strampelt sehr munter vor sich hin und ich finde es toll ihn so intensiv in meinem Bauch spüren zu können. Da ist tatsächlich ein Mensch drin! Die Frauenärztin hat mir im zweiten Trimester auch offenbart, dass es höchstwahrscheinlich ein Mädchen wird. Naja das sollte sich später dann als Fehlinterpretation heraus stellen. Wir haben allerdings schon auf unserem ersten Flohmarkt ein paar rosane Sachen gekauft und uns einen Namen heraus gesucht. Ein weiteres Highlight war unser Umzug in die erste gemeinsame Wohnung. Danke an alle, die uns dabei geholfen haben die 80m² große Wohnung so toll zu renovieren und einzurichten. Wir wohnen nun über meinen Großeltern in einer eigenen Wohnung und dadurch sind wir insgesamt vier Generationen auf einem Hof in zwei Häusern. Meine Großeltern, meine Eltern, meine Brüder mit Philip und mir und unser kleiner Schatz. Das ist etwas ganz besonderes und wissen es sehr zu schätzen. Am sonsten gibt es nicht sehr viel neues zu berichten. Mein Bauch wächst natürlich und ich bekomme ein paar Baby-Haare auf dem Kopf, wodurch meine Haare sehr dicht wirken. Ich kann diese neue Haarpracht nur leider nicht in eine Frisur integrieren. Sie sind einfach zu klein. Achso und wir haben uns gegen einen Geburtsvorbereitungskurs entschieden. Unsere Hebamme hat früher selbst welche geleitet und uns umfassend informieren können.

Philip

Puh! Die Prüfungen sind geschafft. Ich habe die Schwangerschaft nun im vollen Fokus. Der erste Tritt war dann voll cool. Das hat sich lustig angefühlt. So ein bisschen frech. Dass ich ihn mit meiner Hand auf Maries Bauch ganz einfach beruhigen konnte hat mich auch gefreut.

3. Trimester

Sinas

Bis zum Ende der Schwangerschaft werde ich schon so groß wie eine Wassermelone sein. Meine Aufgabe ist jetzt vor allem die Zunahme meines Gewichtes. Allerdings ist das gar nicht so einfach, weil Mama ein Energiebündel ist. Wir geben aber beide unser bestes. Ich habe nun auch beschlossen zu zeigen, dass ich ein Junge werde. Schließlich sollen Mama und Papa mir noch etwas zum Anziehen besorgen. Nicht, dass ich am Ende noch nackig herum laufen muss. Mein Name gefällt mir auch gut. Sinas heißt schließlich nicht jeder oder?

Marie

Nachdem Sinas es sehr spannend gemacht hatte, konnten wir ihn nun doch endlich als Jungen enttarnen. Das war beim 3D Ultraschall. Dort war es deutlich zu erkennen, dass die vermutete Nabelschnur doch keine war. Und somit haben wir die ganzen rosanen Sachen auf den Dachboden gebracht. Der 3D Ultraschalltermin war ein tolles Erlebnis für mich. Es ist unglaublich wie weit unsere Technik mittlerweile ist. Man konnte seine Gesichtszüge richtig erkennen und ich habe Philip sofort in ihm wieder erkannt. Seinen Namen haben wir dann auch sehr schnell gefunden. Er hat uns beiden sofort gefallen und das war schon eine ziemlich große Herausforderung, da ich durch meinen Beruf viele Namen mit dem ein oder anderen Kind verbunden habe. Die Babyparty haben wir im letzten Trimester auch noch mit Hilfe der Planung der Patentante und einer weiteren Freundin feiern können. Die Erstausstattung haben wir ebenfalls nun komplett zusammen. Danke an die vielen Geschenke, die dazu etwas beigetragen haben. Mein Lacher des Trimesters ist, dass ich immernoch zu dünn für die Umstandsmode bin. Das hätte ich nicht gedacht. Kurz vor knapp haben wir auch noch das Baby- Bauch-Fotoshooting gemacht. Mein totales Highlight ist und war dann natürlich die Geburt von Sinas!

Philip

Ich hab mich voll gefreut, dass er ein Junge ist! Die 3D-Bilder fand ich sehr spannend. Sowas hab ich noch nie gesehen. Unfassbar. Den Namen mit Marie auszusuchen hat Spaß gemacht und ist auch etwas ganz besonderes gewesen. Wir waren uns dann sogar relativ schnell einig. Die Babyparty hat mir auch sehr viel Spaß gemacht. Das Baby-Bauch-Fotoshooting fand ich so richtig schön. Es sind tolle Bilder geworden.

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