Erstausstattung

Ein kleines Wunder befindet sich in deinem Bauch? Dann erstmal Herzlichen Glückwunsch! Das ist eine ganz aufregende Zeit. Jetzt fragst du dich aber bestimmt auch schon, was du alles kaufen musst und was ihr von den ganzen Sachen dann tatsächlich brauchen werdet. Ich habe dir hier eine Checkliste mit Kosten und ein paar Tipps zusammengestellt. Es sind natürlich nur Vorschläge und Richtwerte und keine Erfolgsrezepte. Los geht´s!

Die meisten Eltern haben ihr Neugeborenes im Elternschlafzimmer. Das würde ich auch empfehlen, da wir Menschen Rudeltiere sind und gegenseitige Nähe brauchen. Wissenschaftler haben sogar herausgefunden, dass man so das Risiko für den plötzlichen Kindstod minimieren kann. Ein Kinderzimmer ist trotzdem nicht wegzudenken, da euer kleines Wunder größer wird und später in seinem eigenen Zimmer spielen und dort dann auch schlafen möchte.

Das Babybett oder auch ein Beistellbettchen ist wahrscheinlich das Erste, an was man in einem Kinderzimmer für ein Baby denkt. Es sollte im besten Fall am Anfang in eurem Schlafzimmer, statt im Kinderzimmer stehen, da wir ja nun wissen, dass wir Rudeltiere sind. Schaut beim Kauf, ob es mit einem TÜV-Siegel versehen ist. (ab ca. 100€)

Eine Matratze ist auch in einem Babybett oder Beistellbettchen nicht wegzudenken. (ab ca. 50€)

Zwei passende Laken sind ebenfalls notwendig. (je ab ca. 5€)

Der Stubenwagen oder eine Wiege braucht dein Baby tagsüber nur ein paar Monaten, da es bald zu groß ist. Es lohnt sich also kein Neukauf. (ab ca. 45€)

Ein Babyfon braucht ihr eher weniger, da man innerhalb der Wohnung fast alles hört. Wer sich unsicher ist oder sehr dicke Wände hat, kann sich das natürlich trotzdem kaufen. (ab ca.70€)

Wenn die Wickelkommode nicht in das Badezimmer passt, was fast überall so ist, kommt sie in das Kinderzimmer. Als Wickelkommode eignet sich jede Kommode, die eine geeignete hohe hat. Ihr solltet beim Wickeln gerade stehen können. Wichtig ist auch ein erhöhter Rand, da Babys schnell lernen, sich in alle Richtungen zu drehen. Sie können deshalb leicht von der Kommode fallen, wenn es keine Umrandung als Schutz gibt. Schubladen sind ebenfalls sehr praktisch, da man hier Windeln und Co verstauen kann. (ab ca. 80€)

Ihr braucht auch eine Wickelauflage für die Wickelkommode. Sonst ist es zu hart für den Babyrücken und man kann die Wickelauflage, praktischer Weise, abwaschen. Auch zum Mitnehmen sind sie ideal. (ab ca. 8€)

Ein Wärmestrahler über dem Wickelplatz ist sinnvoll, da Neugeborene schnell frieren, wenn sie keine wärmende Kleidung tragen. (ab ca. 30€)

Ein Mobile, das über der Wickelkommode hängt ist zwar niedlich und wird von fast jedem gekauft, ist jedoch eigentlich nicht optimal, da ihr euch mit dem Baby beim Wickeln beschäftigen solltet. Erzählt ihm, was ihr gerade macht und haltet dabei möglichst viel Blickkontakt. „Jetzt ziehen wir deinen Socken an.“ Denn: wie würde man sich als Erwachsener fühlen, wenn man einfach so an- und ausgezogen wird, ohne, dass jemand mit einem darüber spricht und man dabei kreisende Fische an der Decke anschauen muss? Tut dem kleinen Neuling den Gefallen und baut auch beim Wickeln eine enge Bindung auf. Es lohnt sich bestimmt. (ab ca. 30€)

Vom Tragetuch, für den Weg zum Bäcker, über den Spaziergang mit dem Kinderwagen, bis zum Mitfahrer in der Autoschale. Babys sind schon früh mit ihren Eltern mobil unterwegs und das ist auch gut so.

Die Babyschale ist ein absolutes Multitalent, bei dem nicht gespart werden sollte. Es geht ja schließlich um die Sicherheit deines Babys. Man kann sie als Autositz verwenden oder auch als Kinderwagenaufsatz, wobei man bei letzterem natürlich das passende Gestell braucht. (ab ca. 100€)

Einen Kinderwagen mit elastischer Tragetasche oder mit einer festen Babywanne zu haben ist ideal, wenn man seinen Körper entlasten möchte. Viele Eltern sagen jedoch, dass es am Anfang nicht zwingend notwendig ist und sich erst im späteren Sitzalter als nützlich erweisen kann. Dann reicht aber oft auch ein Buggy. Falls man sich für den Kauf entscheidet, sollte man dabei auf das TÜV-Siegel achten und einen Regenschutz und einen Sonnenschirm dazu kaufen. (Kinderwagen ab ca. 300€ und Buggy ab ca. 60€)

Wenn das Kind in einer eher kalten Jahreszeit geboren wird, lohnt es sich einen Fell- oder Fleece-Sack für den Kinderwagen und/oder die Babyschale zu kaufen. Für die Babyschale gibt es auch welche mit Löchern für die Anschnallgurte. (ab ca. 35€)

Bei kühlen Tagen in warmen Jahreszeiten reicht dann eine kleine dünne Decke. Bitte jedoch nicht in das Bett legen, da Erstickungsgefahr besteht. (ab ca. 15€)

Oftmals lassen sich Neugeborene in den ersten Lebenswochen besser beruhigen, wenn sie getragen werden. Das Tragetuch oder ein Tragesack ist dafür meist optimal geeignet. Es gibt jedoch auch Kinder, die sich darin unwohl fühlen oder Eltern, die es zu schwer finden. Am besten leiht man sich dieses Transportmittel erst bei Freunden oder Bekannten aus, wenn man sich nicht ganz sicher ist oder entscheidet sich nach der Geburt für oder gegen einen Kauf. (ab ca. 40€)

Ihr braucht, wenn ihr euer Kind nicht Windelfrei erzieht, Windeln in der kleinsten Größe. Das bedeutet 2 bis 5 kg. Hier gibt es die Windeln zum Wegwerfen und Stoffwindeln zum Wiederverwenden. (ab ca. 5€ pro Paket oder ab ca. 30€ pro Stoffwindel)

Ein Windeleimer mit Deckel ist nicht zwingend notwendig, da man die Windeln auch in einem normalen Eimer, der einen Deckel hat, mit einem Müllsack entsorgen kann. Windeleimer haben jedoch den Vorteil, dass sie weniger muffeln. (ab ca. 20€)

Feuchttücher für einen sauberen Baby-Popo kann man auch gut durch einen Waschlappen und eine Schale warmes Wasser ersetzen. Es ist eine sanfte Reinigung für den Baby-Popo und auch besser für die Umwelt. Es ist aber auch in Ordnung sich für die Feuchttücher zu entscheiden. (ab ca. 2€ pro Packung)

Calendula-Windelcreme ist ein kompliziertes Wort. Diese Creme ist jedoch Gold wert, da wunden Baby-Pops geholfen wird. Sie besteht aus Wasser, Mandelöl, Sesamöl, Zinkoxid, Bienenwachs, Wollwachs, Fettsäureglyzerid, Tonerde, Auszug aus Ringelblumenblüten, Auszug aus Kamillenblüten, Mischung natürlicher ätherischer Öle (ab ca. 2€)

Eine Babybadewanne ist nicht unbedingt nötig. Am Anfang kann man es auch im Waschbecken und später zusammen mit euch in der Badewannen baden. Kaufen kann man sie natürlich trotzdem. (ab ca. 30€)

Als nützlich kann sich ein Badethermometer erweisen, da 37° Celsius schwer abzuschätzen sind. (ab ca. 35€)

Zum Baden braucht man natürlich auch Babybadetücher und ein paar Waschlappen. Letzteres hat man ja meist schon im bestehenden Haushalt. Mull-Waschlappen sind für Babys jedoch meist besser. (Baby-Badetücher ab ca. 15€, Mull-Waschlappen ab ca. 5€)

Nach dem Baden ist Babyöl oder Babylotion gut, damit die zarte Haut nicht austrocknet. (ab ca. 1,50€)

Eine weiche Bürste ist für die zarte Kopfhaut am besten. (ab ca. 4€)

Die Baby-Nagelschere mit abgerundeten Spitzen braucht man, da die Nägel oft zu Krallen werden und dann zur Verletzungsgefahr werden können. (ab ca. 5€)

Am besten hat man auch ca. 6 Mullwindeln als Spucktücher. Das bekannte Bäuerchen nach dem Stillen muss schließlich aufgefangen werden. Und da am besten nicht von der eigenen Kleidung. (je 3er-Pack ab ca. 15€)

Als Wickeltasche für die Baby-Utensilien eignet sich im Prinzip jede größere Tasche. Und was muss da alles rein passen? Windeln, Feuchttücher, die Calendula-Windelcreme, mittelgroße aufgerollte Plastiktüten, eine Wickelunterlage oder Handtuch, Wechselkleidung, zwei Schnuller (falls euer Baby welche braucht) und zwei Spucktücher. Später oder wenn du nicht stillst auch schon früher, brauchst du auch ein Fläschchen und Milchpulver samt Sauger.

Falls du stillen solltest brauchst du am besten vier Still-BHs zum Wechseln. (ab ca. 12€) und Stilleinlagen entweder Einweg aus Watte oder waschbar aus Seide-Gemisch. (je 60er-Packung ab ca. 10€)

Falls du nicht stillen solltest brauchst du ungefähr sechs Milchfläschchen aus Glas oder Plastik. Glasflaschen sind zwar zerbrechlicher und schwerer als Plastikflaschen, haben jedoch den Vorteil, dass sie keine chemischen Stoffe abgeben können. Die Kritikpunkte spielen am Anfang, wenn das Baby die Flasche noch nicht selbst halten kann, keine Rolle. Unter einem fließend kalten Wasserstrahl kann man heiße Milchglasflaschen viel schneller auf die richtige Temperatur abkühlen. (je 3er-Set ab ca. 20€) Ein Milchsauger aus Silikon oder Latex in Größe 1 braucht ihr natürlich auch für die Milchflasche. (2er-Pack ab ca. 6€) Zudem ist eine Flaschenbürste eine gute Anschaffung, die aber nicht unbedingt notwendig sein wird. (im Set ab ca. 30€)

Auch dein Baby wird gerade in den ersten Lebenswochen rasend schnell wachsen, weshalb ich euch empfehle etwas größere Sachen zu ersteigern, bei denen ihr die Ärmel umkrempelt, und nur ein bis zwei passende Neugeborenen Outfits, die das kleine Wunder für Fotos anziehen kann, zu kaufen. Die Kleidung sollte am besten aus Baumwolle und weichem Material bestehen. Ihr solltet sie trotzdem mindestens zweimal waschen, bevor das Baby sie trägen kann. Natürlich solltet ihr ohne Weichspüler waschen.Ihr werdet von Bekannten, Verwandten und Freunden jede Menge süße Kleidung geschenkt bekommen. Also kauft am besten nicht zu viel, auch wenn ihr am liebsten die Läden leer kaufen möchtet.

Babykleidung für drinnen:

Sechs Bodys in Größe 56 bis 68. Am besten mit seitlichen Druckknöpfen, zum seitlichen Binden oder mit sehr großem Kopfausschnitt, da die Kleinen es oft nicht mögen, wenn etwas über den Kopf gezogen wird, sodass sie kurz nichts sehen können. In den kalten Monaten sind lange Ärmel und in warmen Monaten kurze Ärmel ideal. Es ist jedoch nicht falsch, wenn man von beidem etwas hat, da es auch im Sommer manchmal kalt ist oder durch den Klimawandel im Winter warm werden kann. Für den ganz kalten Winter gibt es auch Frotteebodys mit langen Ärmeln. (je ab ca. 8€)

Gut ist es auch, wenn ihr sechs Oberteile mit langen und/oder kurzen Ärmeln in Größe 56 bis 68 habt. (je ab ca. 6€)

Zudem braucht ihr vier Strumpfhosen oder Leggings mit Füßchen. (je ab 6€)

Ihr braucht auch ungefähr fünf Strampler in Größe 56 bis 68, da es praktische Kleidungsstücke sind. (je ab ca. 8€)

Drei Paar dicke Babysocken sind gut gegen Babys kalte Füßchen (3er-Pack ab ca.7€) und drei Paar dünne Söckchen braucht ihr unter den Stramplern. (2er-Pack ab ca. 5€)

Babykleidung für draußen:

Eins bis zwei dünne Mützen sind notwendig, damit euer Baby nicht auskühlt. Diese sind auch in der Wohnung ein schickes Accessoires. (je ab ca. 4€) In kalten Monaten ist dann eine dicke Mütze zusätzlich wichtig.

Eine dicke und eine dünne Jacke in Größe 62/68 sind perfekt, wenn ein kühler Wind aufkommt. (je ab ca. 20€)

In kalten Monaten ist auch ein wattierter Winter- oder Schneeanzug wichtig. (ab ca.28€)

Babykleidung zum Schlafen:

Zum Schlafen braucht euer Baby drei bis vier einteilige Schlafanzüge mit Wickelklappe. Diese sind praktisch, wenn das Wickeln schnell gehen soll. (je ab ca. 7€)

Auch der Schlafsack ist wichtig, da euer Baby noch keine Decke zum Schlafen nutzen darf. (ab ca. 20€)

Eigentlich brauchen Säuglinge am Anfang keine Spielsachen und auch im späteren Alter spielen sie meist mehr mit Töpfen und Co., als mit dem teuren Spielzeug. Ich kann aber verstehen, wenn ihr nur schwer an Kuscheltieren & Co vorbeilaufen könnt. Wer trotzdem etwas kaufen möchte kann sich folgendes auf die Liste schreiben.

Wenn man schon etwas für später haben möchte oder wenn euer Baby sehr früh zahnt, sind Beißringe, die man im Kühlschrank kalt halten kann, eine gute Idee (ab ca. 3€)

Ein weiches Kuscheltier als süßen Begleiter (ab ca. 10€)

Die Rassel, die es mittlerweile auch als Stoff, statt Holz gibt, gibt dem Kind das Gefühl wirksam zu sein, da das Geräusch nur kommt, wenn es die Rassel schüttelt, Es lernt also seine Umwelt zu aktiv zu beeinflussen (ab ca. 5€)

Ein paar Greiflinge kann man auch für die Motorik kaufen (ab ca. 5€)

Und die altbekannte Spieluhr ist super zur Beruhigung (ab ca. 15€)

Die teuren Anschaffungen, wie zum Beispiel, das Babybettchen, der Kinderwagen oder die Wickelkommode könnt ihr im Internet ersteigern, auf Flohmerkten kaufen oder durch die Kommunikation mit Bekannten ergattern. Das beste Netzwerk findet man oft unter Müttern und Vätern. Erzähl also vielen Mamis und Papis, was euch noch fehlt. Eine Wunschliste erleichtert es euch auf die Frage von Freunden und Bekannten zu antworten, was sie schenken sollen.

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